Konjunkturreport Berlin-Brandenburg

Konjunkturreport Berlin-Brandenburg
© IHK Cottbus

Jährlich zu Jahresbeginn veröffentlichen die Berlin-Brandenburger IHKs ihre gemeinsame repräsentative Konjunkturumfrage, die unter mehr als 2100 Unternehmen durchgeführt wird.  

Konjunkturklima in Berlin-Brandenburg zu Jahresbeginn 2021 

Zu Jahresbeginn stagniert die Berlin-Brandenburger Wirtschaft. Der kurze Aufschwung des letzten Herbstes setzt sich nicht fort. Zwar kommen einige Branchen weiterhin gut durch die Krise und besonders größere Unternehmen haben sich den schwierigen Bedingungen angepasst. Doch vor allem viele kleine Unternehmen sind weiter im Krisenmodus: Personal- und Investitionspläne sind verhalten, die Erwartungen sind wenig zuversichtlich. Dies sind die Ergebnisse der zu Jahresbeginn durchgeführten Konjunkturumfrage der Berlin-Brandenburger Industrie- und Handelskammern.

Der Konjunkturklimaindex der Berlin-Brandenburger Wirtschaft zählt aktuell 106 Punkte. Das ist zwar ein Punkt mehr als im vergangenen Herbst, aber weiterhin deutlich unterhalb des langjährigen Durchschnitts von 126 Punkten. Bei Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten liegt der Klimaindex nur bei 96 Punkten. Das konjunkturelle Klima für größere Unternehmen ist deutlich besser – hier beträgt der Klimaindex 117 Punkte. 

Eingetrübte Geschäftslage

Die aktuelle Geschäftslage in der Berlin-Brandenburger Wirtschaft ist weiterhin getrübt und hat sich im Vergleich zum Herbst kaum verändert. Der Lage-Indikator, der sich aus positiven und negativen Geschäftseinschätzungen ergibt, zählt aktuell zwölf Punkte, nach elf Punkten im Herbst. Zwischen den Branchen gibt es erhebliche Unterschiede: Während IT-, Finanz- und Immobiliendienstleister von besseren Geschäften berichten, verschlechtert sich die Lage in Branchen, die Tätigkeitsverboten unterliegen, weiter.

Lage Konjunktur B BB JB 2021

Ungewissheit dämpft Zuversicht

Die Erwartungen an die kommenden Monate sind von Ungewissheit geprägt. Jeweils 27 Prozent der Unternehmen blicken pessimistisch bzw. zuversichtlich in die Zukunft. Dabei sind die Unterschiede zwischen Branchen und Unternehmensgrößen erheblich. Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten gehen davon aus, dass sich die Lage verbessert. Kleinere Unternehmen sind pessimistisch gestimmt und rechnen damit, dass sich die Konjunktur weiter eintrübt.

Auch bei den Personalplanungen ist das Bild uneinheitlich. In Handel und Industrie plant nahezu jedes vierte bzw. fünfte Unternehmen die Belegschaft zu reduzieren, während nur elf bzw. 17 Prozent neue Stellen schaffen wollen. Im Gastgewerbe planen sogar 37 Prozent der Unternehmen Stellen abzubauen, nur sieben Prozent sehen Chancen für Neueinstellungen. Und auch im Baugewerbe fallen die Beschäftigungsperspektiven leicht negativ aus. Dagegen wollen 30 Prozent der Dienstleistungsunternehmen neue Mitarbeiter einstellen,  nur 14 Prozent planen Entlassungen. Es sind vor allem die großen Berliner Service-Unternehmen, die eine wieder expansive Beschäftigungsentwicklung ankündigen.

Erwartungen Konjunktur B BB JB 2021

Ansprechpartner

Susanne Kwapulinski
Kompetenzfeld: Zukunft gestalten
Schwerpunktthema: Business Monitoring
t: 0355 365 1310
f: 0355 36526 1310
susanne.kwapulinski@cottbus.ihk.de

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