Wirtschaft fordert enge Zusammenarbeit von Berlin und Brandenburg

Heute findet die erste gemeinsame Wirtschaftskonferenz in Berlin mit hochkarätiger Besetzung statt.
© IHK Berlin
Heute findet die erste gemeinsame Wirtschaftskonferenz in Berlin mit hochkarätiger Besetzung statt.

Gemeinsame Veranstaltung der IHKs: Auftakt der Wirtschaftskonferenzen für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 

Potsdam/Berlin, 2. Dezember 2022 – Heute findet im Ludwig-Erhard-Haus in Berlin die erste gemeinsame Wirtschaftskonferenz der Industrie- und Handelskammern aus Berlin, Potsdam, Cottbus und Ostbrandenburg statt. Nach der Begrüßung durch Sebastian Stietzel, Präsident der IHK Berlin und Carsten Christ, Präsident der Landesarbeitsgemeinschaft der Brandenburger IHKs, halten Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin und Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, einen Impulsvortrag zu ihren Wünschen und Erwartungen an den Nachbarn.

Im Anschluss diskutieren Michael Biel, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Brandenburgs Wirtschaftsminister Prof. Dr. Jörg Steinbach in einer Talkrunde über das Thema „Starke Visionen für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg“. In Workshops zu den Themen Zusammenarbeit, Innovation und Nachhaltigkeit werden die Herausforderungen des Metropolraumes herausgearbeitet. Die rund 150 Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft formulieren Handlungsvorschläge für die bessere Zusammenarbeit der beiden Bundesländer.

Sebastian Stietzel, Präsident der IHK Berlin: „Die enge Zusammenarbeit der Länder Berlin und Brandenburg ist von zentraler Bedeutung für die Hauptstadtregion. Insbesondere in den schwierigen letzten Jahren hat sich wieder und wieder bewahrheitet, dass die Länder nur durch enge Abstimmung den Krisen effizient begegnen können. Die Länder müssen auch weiterhin eine Vielzahl von Themen geschlossen angehen, um den zukunftsfähigen Wachstumspfad der Region fortzuführen. Wir müssen groß denken. Dazu gehört der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ebenso wie eine gemeinsame Fachkräftestrategie oder eben auch eine gemeinsame Energiestrategie. Zusammen können die Länder die Region deutlich besser entwickeln als jeder für sich. Genau dafür benötigen wir endlich ein gemeinsames Metropolenraummanagement. Wie es uns andere Regionen seit Jahren vormachen.”

Carsten Christ, Präsident der Landesarbeitsgemeinschaft der Brandenburger IHKs: „Die derzeitige Lage stellt die gesamte Wirtschaft vor große Herausforderungen. Nach zwei Corona-Wintern folgt ein weiterer Krisenwinter. Nun wird deutlich, wie sehr in beiden Bundesländern die Energieerzeugung und -versorgung verwoben ist. Und wieder ist wichtig, dass die Wirtschaft zusammensteht und Politik keine regionalen Insellösungen schafft, sondern sich im Länderverbund verständigt. Dabei kann es der Hauptstadtregion nur guttun, wenn die Länder Berlin und Brandenburg abgestimmt vorgehen.“

Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin: „Die Zusammenarbeit der beiden Landesregierungen von Berlin und Brandenburg ist deutschlandweit einzigartig eng, gut und vertrauensvoll. Unsere beiden Länder sind auf verschiedenen Ebenen sehr intensiv verbunden: sei es durch die zweimal jährlich stattfindenden gemeinsamen Sitzungen der Landesregierungen, gemeinsame Einrichtungen wie den BER, den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg oder den rbb, durch langfristige Strategien und Pläne wie den Strategischen Gesamtrahmen Hauptstadtregion oder die gemeinsame Innovationsstrategie InnoBB. Die Synergieeffekte, die sich aus dieser beispielhaften Zusammenarbeit ergeben, kommen der Wirtschaft und den Menschen in beiden Ländern gleichermaßen zugute, das zeigt die sehr positive Entwicklung der Region. Im Rahmen dieser umfangreichen und guten Zusammenarbeit spielt unsere Wirtschaft, deren Verbände und Kammern selbstverständlich eine große Rolle. Gemeinsam wollen wir die Metropolregion Berlin-Brandenburg zu einer der wirtschaftsstärksten und zu einem der wettbewerbsfähigsten Innovationsstandorte in Europa entwickeln.“

Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg: „Berlin und Brandenburg werden gemeinsam zur Gewinnerregion Deutschlands und Europas. Unsere gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist dafür eine wichtige Voraussetzung, weil wir bei vielen Standortfragen im internationalen Wettbewerb mit anderen Metropolregionen stehen. Unsere intensive Verflechtung hilft uns dabei, beide Stärken auszuspielen: Sowohl die Attraktivität der pulsierenden Großstadt als auch die Vielfalt des Flächenlandes. Die Ansiedlung der Tesla-Gigafactory im märkische Grünheide ist dafür ein prägnantes Beispiel. Wir haben gemeinsam die Themen der Kammern auf dem Zettel: Fachkräftesicherung, Ausbildungsmarkt, Erneuerbare Energien, Ausbau des Nahverkehrs. Unsere Kammern, Unternehmensverbände und Gewerkschaften haben einen großen Anteil daran, dass der Begriff `Hauptstadtregion` viel mehr ist, als nur eine Worthülse und mit Leben erfüllt wird. In mittlerweile über drei Jahrzehnten wurde hier eine Kooperation auf Augenhöhe aufgebaut.“

Ansprechpartner

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