„Brandenburg zeigt Haltung!“- Aktion für Demokratie und Zusammenhalt

Erstunterzeichner vor der Potsdamer Nikolaikirche
© Agentur Medienlabor
Erstunterzeichner vor der Potsdamer Nikolaikirche

Potsdam, 23.01.2024 | Unsere Gesellschaft ist im Umbruch. Die Herausforderungen durch Kriege, Klimawandel, Migration und weitere Themen sind enorm, erfordern Veränderungsbereitschaft und sorgen für große Verunsicherung. 
Das nutzen antidemokratische und rechtsextreme Kräfte bewusst aus. Sie versprechen vermeintlich einfache Lösungen bei komplexen Problemen. Aber Hass, Demagogie, Spaltung, Ausgrenzung, Gewalt, Bedrohung und Einschüchterung sind keine Lösung. Sie bedrohen den Zusammenhalt, den Wohlstand und die Entwicklung in unserem Land – für alle.

Die Correctiv-Recherchen haben es allen noch einmal deutlich und unwiderlegbar vor Augen geführt: Es gibt Kräfte in unserem Land, die aktiv die Zersetzung unserer Demokratie planen. Es ist an der Zeit, der bisher oft schweigenden Mehrheit eine Stimme zu geben. Es ist an der Zeit, Haltung zu zeigen. Daher haben wir uns entschlossen, die 2022 begonnene Aktion „Brandenburg zeigt Haltung!“ mit einem neuen Aufruf zu aktualisieren und die Menschen in unserem Land zum gemeinsamen Handeln aufzufordern. Wichtig ist es, die Botschaft auch im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.

  • Wir setzen uns ein für ein demokratisches, tolerantes und weltoffenes Brandenburg.
  • Wir stehen ein für eine vielfältige und solidarische Gesellschaft.
  • Wir treten ein für eine offene Diskussion, sachliche Debatten und respektvollen Umgang miteinander.
  • Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der alle Menschen in ihrer Verschiedenheit akzeptiert und respektiert werden. Rassismus, Antisemitismus, Intoleranz, Hass und Ausgrenzung haben hier keinen Platz.

An der Aktion beteiligen können sich alle Interessierten als Personen oder Organisation auf der Webseite www.brandenburg-zeigt-haltung.de  
www.facebook.com/zeigthaltung
www.instagram.com/zeigthaltung
www.twitter.com/zeigthaltung

  • Teilen Sie den Aufruf-Link bitte in ihren Verteilern, Newslettern, auf der Webseite und auf den Social-Media-Kanälen (Facebook, Instagram, Twitter). Jede Stimme zählt.
  • Schlagkraft gewinnt dieses Projekt durch die Anzahl der Stimmen, die die Petition hier unterstützen: www.change.org/zeigthaltung
  • Auslage von Plakaten und Flyern: Schreiben Sie an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wenn Sie Material für die Auslage / Aushänge benötigen.
  • Mit diesem Fotogenerator lässt sich mit wenigen Klicks ein Sharepic für Social Media Kanäle und Messenger erstellen: www.brandenburg-zeigt-haltung.de/foto-generator/

Als Erstunterzeichner/-innen haben sich brandenburgweit über 110 Organisationen und 190 Persönlichkeiten beteiligt. Als Organisationen u.a.: AOK Nordost, AWO Brandenburg, BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, Caritas, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Erzbistum Berlin, Der Paritätische Brandenburg e.V., Deutsche Bank AG, Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY Zeuthen, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Deutsches Rotes Kreuz Brandenburg, Diakonisches Werk, Fachhochschule Potsdam, Filmpark Babelsberg GmbH, Gewerkschaft der Polizei (GdP) Brandenburg, Handelsverband Berlin Brandenburg, Handwerkskammer Potsdam, Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg, IHK Potsdam, IHK Cottbus, IHK Ostbrandenburg, Landesfeuerwehrverband Brandenburg, Landesjugendring, Landessportbund Brandenburg, LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Brandenburg, Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB), Museum Barberini, Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Oberlinhaus, SV Babelsberg 03, Tourismus Marketing Brandenburg (TMB), Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), Zentralwohlfahrtsstelle der Juden.

Als Personen u.a.: Holger Ackermann (Imker), Uta Baneth (Erzieherin), Barbara Classen (Arzt), Dr. Prof. Thomas Drachenberg (Landeskonservator), Isabell Gerschke (Schauspielerin), Bob Hanning (Handballtrainer), Günter Jauch (Moderator, Journalist), Kai Diekmann (Journalist), Prof. Dr. Bernhard Diekmann (Standortleiter Alfred-Wegener-Institut, Potsdam), Prof. Oliver Günther (Präsident, Universität Potsdam), Katja Karger (Vorsitzende, DGB Berlin-Brandenburg), Heiner Koch (Erzbischof Bistum Berlin), Joachim Kosack (Geschäftsführer, UFA), Ulrike Kremeier (Direktorin, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst), Stephan Märki (Intendant Staatstheater Cottbus), Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer (ehem. Intendant ORB), Winfriede Schreiber (ehem. Leiterin Verfassungsschutz Brandenburg), Stefan Siegfried Tarnow (Landesschülersprecher), Prof. Dr. Christoph Martin Vogtherr (Generaldirektor Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg), Dr. Ortrud Westheider (Direktorin, Museum Barberini), Astrid Wittig (Kita-Leiterin), Eike Wolf (Geschäftsleitung, Studio Babelsberg AG), und viele weitere mehr.

Zitate der Teilnehmer/innen des Pressegesprächs

Prof. Dr. Susanne Buiter, Wissenschaftliche Vorständin des Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ und 2. Kuratoriumsvorsitzende proWissen Potsdam e.V.: "Wissenschaft ist Teil der Gesellschaft. Dazu gehört für mich auch, Position zu beziehen, wenn im gesellschaftlichen Zusammenleben Grenzen überschritten werden. Als Forschungszentrum sind wir international, offen und divers – und wir brauchen eine offene, diverse und internationale Gesellschaft für unsere Forschung genauso wie für unseren Alltag."

Dieter Hütte, Geschäftsführer der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH: "Wir verurteilen jegliche Form von Ausgrenzung, Rassismus und Menschenfeindlichkeit auf das Schärfste. Tourismus ist ohne Weltoffenheit, Toleranz und Freiheit nicht vorstellbar. Schon immer war Tourismus eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen. Er fördert das Verständnis füreinander. Im brandenburgischen Tourismus arbeiten viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern und wir schätzen die bereichernde Vielfalt, die sie mitbringen. Darüber hinaus sorgen Gäste aus aller Welt für mehr als eine Million Übernachtungen in Brandenburg. Wir heißen sie jederzeit herzlich willkommen!"

Karl-Heinz Hegenbart, Präsident Landessportbund Brandenburg: "Brandenburg ist ein Land mit tollen Entwicklungsmöglichkeiten und in dem man sich wohlfühlen kann. Sportvereine tragen mit ihren Angeboten in allen Teilen des Landes dazu bei. Für uns sind unter anderem Weltoffenheit, Demokratie und respektvoller Umgang wichtige Elemente des Zusammenlebens und deshalb unterstützen wir den Aufruf „Brandenburg zeigt Haltung."

Bettina Jahnke, Intendantin Hans Otto Theater: "Das Hans Otto Theater steht unter meiner Intendanz für Haltung, Offenheit und Toleranz. Diese Maxime sollte auch für das Land Brandenburg gelten. Dafür kämpfe ich."

Jann Jakobs, Oberbürgermeister a.D., Neues Potsdamer Toleranzedikt: "Wer die Grundwerte unserer offenen und demokratischen Gesellschaft in Frage stellt und angreift, stellt sich gegen uns alle. Überlassen wir unser Land nicht den Extremisten und Populisten.

Andreas Kaczynski, LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg: "Haltung zu zeigen, heißt für uns als LIGA der Freien Wohlfahrtspflege - Spitzenverbände im Land Brandenburg, dass: alle Menschen gleich sind und dieselbe Würde haben, alle Menschen dasselbe Recht auf ein menschenwürdiges Leben besitzen, benachteiligte Menschen und Gruppen, wie etwa Menschen mit Handicap, wohnungslose Menschen, Menschen in Krisen und Menschen auf der Flucht einen besonderen Schutz benötigen, Gleichheit, Toleranz, Vielfalt und Offenheit unverzichtbare Bausteine einer lebenswerten Gesellschaft sind."

Winfriede Schreiber, ehemalige Leiterin des Verfassungsschutzes Brandenburg: "Haltung ist gut, noch besser ist etwas tun! Wir engagieren uns in der Kommune, in der Gemeindevertretung, in der Kreisverwaltung, im Beirat, in der Kirchengemeinde. Wir arbeiten ehrenamtlich in Vereinen, bei der Freiwilligen Feuerwehr, in den Sozialwerken. Haltung zeigen ist kommunales Engagement!"

Nele Techen, stellv. Vorsitzende DGB Berlin Brandenburg: "Es ist ermutigend und wichtig, dass Tausende von Menschen in diesen Tagen auf der Straße ihre deutliche Haltung gegen Rechts zeigen. Der DGB und unsere Gewerkschaftskolleginnen und -kollegen treiben den Protest überall vor Ort mit voran. Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass die Bündnisse zu einer stabilen und tragfähigen Brandmauer beitragen."

Dr. Christian Stäblein, Bischof, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: "Die Demokratie ist ein hohes Gut. Das wird einem vielleicht erst so richtig wieder bewusst, wenn sie in Gefahr ist. Es ist wichtig, dass wir jetzt zusammenstehen, nicht wegsehen, Haltung zeigen. Wehren wirden Anfängen, nie wieder ist jetzt! Alle Demokratinnen und Demokraten werden gebraucht. Wir dürfen nicht blind sein, wo sich Ausgrenzen und Entwürdigen wieder rührt und regt. Jeder Mensch hat von Gott und vor Gott die gleiche Würde. Dafür stehen wir ein."

Pfarrer Martin Vogel, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: "Hass schadet der Seele. Liebe tut der Seele gut. Wir brauchen mehr Wertschätzung füreinander. Ich wünsche mir einen fairen und demokratischen Wettbewerb um die besten Ideen. Danke an alle, die sich für unser Gemeinwohl engagieren."

Jens Warnken, Präsident der IHK Potsdam im Namen der Industrie- und Handelskammern in Brandenburg: "Wir sind die Brandenburger Wirtschaft und stehen mit unserer Region für Weltoffenheit und Toleranz."