Nachfolge-Geschichten zum Nachlesen

 

Nach und nach in die Fußstapfen des Vaters

Vor 13 Jahren gründete Giesbert Göbel die GGS Sicherheit GmbH & Co. KG in Cottbus. Er war aus der Textilbranche nach der Wende in den Wachschutz gewechselt und fühlte sich in dem Beruf so wohl, dass er 2007 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Mit der Zeit ist sein Unternehmen auf ca. 100 Mitarbeiter angewachsen und er musste sich mit der Nachfolge-Frage beschäftigen. Schwer fiel es ihm nicht, denn Tochter Simone Milde ist seit 2016 Mitinhaberin und zeigt auch den männlichen Mitarbeitern, dass sie weiß wovon sie spricht.

Noch sind die Firmenanteile zu 50 Prozent unter Vater und Tochter aufgeteilt, aber für Giesbert Göbel ist klar, dass seine Tochter das Unternehmen irgendwann alleine führen wird. Der stolze Vater möchte trotzdem nicht gleich ausscheiden, sondern wird seine Tochter solange es geht  unterstützen.

IHK- Nachfolgeberaterin Anja Beck führte das Interview mit Vater und Tochter im FORUM 11/2020

 

Erfolgreiche Übergabe im Schnelldurchlauf 

Schröter Edelstahltechnik - Foto: IHK Cottbus

Nach 28 Jahren hat Gründer Robert Schröter die „Schröter Edelstahltechnik“ in Golßen vertrauensvoll in die Hände von Stefan Röser übergeben. Der Anlass, sich mit der Unternehmensnachfolge auseinanderzusetzen, war der Gedanke in die wohlverdiente Rente zu gehen und den Familienbetrieb in die Hände der Kinder weiterzugeben, erzählt Robert Schröter in einem Interview. Dieser Wunsch ging leider nicht in Erfüllung, die Kinder wählten ihre eigene Laufbahn. Aus gesundheitlichen Gründen war Schröter veranlasst, den Verkauf zu forcieren und nach nur neun Monaten war der Übergabeprozess abgeschlossen. Die Unternehmensnachfolge ist beidseitig geglückt. Weitere Übernahmen bleiben sogar ein Thema für Stefan Röser, der eine Konzernlaufbahn hinter sich hatte und seine neue Herausforderung im Mittelstand sieht. 

Ein Interview von IHK-Nachfolgeberaterin Anja Beck im FORUM 1-2/2020 

 

„Die Zukunft ist elektrisch“

IEK Cottbus - Foto: OMEXOM Umspannwerke GmbH

Die Cottbuser Ingenieurgesellschaft für Energie und Kraftwerkstechnik mbH hat 2017 einen Kurs- und Führungswechsel vollzogen. Firmengründer Ernst Thierfelder gab sein Lebenswerk in die Hände der Vinci Energies Gruppe ab. Unter Regie von Uwe Jäger und Dr. Holger Weiland wurde die Firma neu ausgerichtet, andere Geschäftsfelder erschlossen – mit Zukunftspotenzial für den Strukturwandel in der Lausitz.

„Bei einer Unternehmensnachfolge muss alles passen – sowohl fachlich als auch menschlich.“ Aus Mangel an einem Nachfolger wollte Ernst Thierfelder seine Firma schließlich langsam herunterfahren und ein mitarbeiter- und kundenfreundliches Ende vorbereiten. Zum Glück traf der Unternehmer Anfang 2017 auf Vertreter der Vinci Energies Gruppe. Das Knowhow von IEK sei eine hervorragende ergänzende Lösung gewesen, um sich breiter aufstellen zu können und das eigene Portfolio zu ergänzen. Etwa ein halbes Jahr feilten beide Seiten an der IEK-Zukunft innerhalb der Vinci Gruppe „Es war von Anfang an eine super Zusammenarbeit. Wir hatten beide das Interesse, das Unternehmen weiterentwickeln zu wollen“, sagt Uwe Jäger, der Anfang 2017 gemeinsam mit Dr. Holger Weiland die Geschäftsführung übernahm.

Die ganze Geschichte zur Unternehmensnachfolge im FORUM 10/2018 

 

Mit Hochdruck in die Zukunft

E u G Energiebau Berlin - Foto: IHK Cottbus

Gerrit Festers Weg führte über den Süden Deutschlands nach Katar und China und nun nach Cottbus, wo er das Unternehmen Cottbuser Hochdruck GmbH von Rudi Schulz übernahm. 

Dieser hatte mit 67 Jahren den Plan, als Geschäftsführer der E u. G Energiebau Berlin und der Cottbuser Hochdruck GmbH aufzuhören. Dieser scheiterte zuvor jedoch an den Interessenten bis er im Mai 2016 Gerrit Fester kennenlernte.  

Seit 1. Januar 2018 ist Gerrit Fester alleiniger Geschäftsführer beider Unternehmen und zwischen den Standorten in Berlin und Cottbus unterwegs. Neben dem Rohrleitungsbau, der Fernwärme, Anlagen- und Gasleitungsbau will der neue Inhaber in Cottbus künftig noch im Trinkwasserbereich aktiv werden. Damit wäre das Unternehmen breit aufgestellt und hat für die nächsten zehn Jahre gute Aussichten. Neu aufgestellt konnte die Cottbuser Hochdruck GmbH im September 2018 ihr 25-jähriges Bestehen feiern.

Die ganze Geschichte zur Unternehmensnachfolge im FORUM 5/2018 

 

Neuer Herr der Spremberger Bürsten

Technische Buersten Spremberg - Foto: IHK Cottbus

Für Drahtbürsten und technische Bürsten mit weltweitem Bedarf wollte der junge Cottbusser Mathias Bahl nicht nur in die Region zurückkehren, sondern in Spremberg auch eines der traditionsreichsten Unternehmen in die Zukunft führen. Es ist keine Selbstverständlichkeit, aber er hatte die Chance erkannt und mit Eberhard Gleitsmann auf der anderen Seite einen Unternehmenschef kennengelernt, der sich sehr bewusst mit der eigenen Zukunft beschäftigt und erkannt hat, dass die Zukunft seines Unternehmens in jüngeren Händen liegt. 

Der Wunsch, in die Region zurückzukehren, bestand auch bei Mathias Bahl, der Wirtschaftsingenieurwesen und Medizintechnik studierte. Beruflich verschlug es ihn danach Richtung Hannover und später nach Hamburg. Statt hippem StartUp entschied sich Mathias Bahl über einen regionalen Unternehmensberater dazu, auf die Suche nach einer Firma zu gehen, die seinem Profil und Vorstellungen entsprach. Technische Bürsten Spremberg war das zweite Unternehmen, das ihm vorgeschlagen wurde, und je mehr er sich mit dem Unternehmen beschäftigte, desto interessanter wurde es. Am 01.01.2019 war es soweit und er übernahm offiziell die Firma. 

Die ganze Geschichte zur Unternehmensnachfolge im FORUM 4/2018

 

Erfolgreiche Firmenübergabe

KSF GmbH - Foto: Lars Hartfelder
Foto: Lars Hartfelder

Die international tätige Kommutatoren & Schleifringkörper Finsterwalde GmbH in Massen setzt die Kontinuität bei der Produktion fort. Neuer Inhaber ist Jan Rücker aus Bad Liebenwerda, früheres Mitglied der Geschäftsführung einer großen Gießerei bei Hoyerswerda.

Seit mehr als 20 Jahren werden in der KSF GmbH Kommutatoren und Schleifringkörper hergestellt. Dass dies trotz des Abschiedes der Gesellschafter Gerhard Leistner und Dietmar Lentz ohne Unterbrechung möglich war, ist keine Selbstverständlichkeit. Am Ende eines langen Prozesses standen der Verkauf sowie der damit verbundene Erhalt der Geschäftstätigkeit und der Arbeitsplätze. 

„Ich war seit einiger Zeit auf der Suche nach einer interessanten Produktionsfirma, die gut weiterentwickelt werden kann“, erinnert sich Jan Rücker. „Ich habe mir viele Unternehmen angesehen, bei der KSF hat letztlich alles gepasst, auch das Klima innerhalb der Belegschaft.“ 

Die ganze Geschichte zur Unternehmensnachfolge im FORUM 1-2/2018

 

Ansprechpartner

Anja Beck
Kompetenzfelder: Mitglieder betreuen/Unternehmen begleiten
Schwerpunktthemen: Unternehmensnachfolge/Messen
t: 0355 365 1409
f: 0355 36526 1409
anja.beck@cottbus.ihk.de
Anja Kammerath
Regionalcenter Elbe-Elster
Kompetenzfeld: Mitglieder betreuen
Schwerpunktthema: Unternehmensnachfolge
t: 0355 365 3304
f: 0355 36526 3304
anja.kammerath@cottbus.ihk.de
Sandra Liersch
Regionalcenter Dahme-Spreewald
Kompetenzfeld: Mitglieder betreuen
Schwerpunktthema: Unternehmensnachfolge
t: 0355 365 3105
f: 0355 36526 3105
sandra.liersch@cottbus.ihk.de