Entwicklung im Baugewerbe

Straßenbau
© Michael Helbig
Straßenbau

Trotz der der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage, konnte das Bauhauptgewerbe in Südbrandenburg im ersten Halbjahr ein Umsatzplus erwirtschaften. Von Januar bis Juni 2020 ist der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten um 4,5 Prozent auf 382 Millionen Euro gestiegen. Allerdings zeigen die rückläufigen Auftragseingänge (-13,3 Prozent), dass die Auswirkungen der Krise auch das Baugewerbe jetzt zu spüren bekommt. Die gewerbliche Wirtschaft hat teilweise geplante Investitionen gestoppt und die öffentliche Hand ist auf Grund der finanziellen Belastungen durch Corona bei der Auftragsvergabe zurückhaltend. Dies ergab die Auswertung der amtlichen Statistik durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus. 

 Die Entwicklung in den einzelnen Bausparten ist zweigeteilt. Währen der Tiefbau im ersten Halbjahr eine Umsatzplus von 11,9 Prozent erwirtschaftet hat, verzeichnet der Hochbau ein Minus von 4,5 Prozent. Gestiegen sind die Umsätze im Straßenbau (+6,6 Prozent) und im sonstigen Tiefbau (+77,5 Prozent). Auch wenn sich das Wachstum im Wohnungsbau etwas abgeschwächt hat (-0,2 Prozent), sind die Auftragsbücher weiterhin gut gefüllt. Dies belegen auch die Auftragseingänge, die um 6,7 Prozent gestiegen sind. Die Ursache für die verhaltene Entwicklung ist, dass durch Corona bestimmte Aufträge auf Eis gelegt werden mussten. Deutlich nachgelassen hat die Baunachfrage bei dem gewerblich und industriellen Hochbau (-11,1 Prozent) und – Tiefbau(-29,4) Prozent. Hier wird die Investitionszurückhaltung der gewerblichen Wirtschaft spürbar.

  

Baugewerbe Halbjahr 2020

Quelle: Amt für Statistik Berlin und Brandenburg 

Weiterführende Informationen

www.statistik-berlin-brandenburg.de
Dossier Corona mit Daten aus der Hauptstadtregion

 

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Kompetenzfeld: Zukunft gestalten
Schwerpunktthema: Business Monitoring
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