Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie

Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie

Seit 1. Juli 2018 gilt das neue Reiserecht, Grundlage hierfür ist die überarbeitete EU-Pauschalreiserichtlinie 2015/2302.

Die Informationspflichten für Reiseveranstalter sind umfänglicher geworden, zusätzlich zu den Angaben zu Mahlzeiten oder Dauer sind Angaben zur Sprache, sowie Leistungen zu machen (§ 651 v Abs. 1 BGB, Art. 250 EGBGB § 3). Vermittler von Pauschalreisen die gleichen Informationspflichten gegenüber dem Kunden wie Reiseveranstalter.

Neu waren in diesem Zusammenhang "verbundene Reiseleistungen" der Reisevermittler gemäß § 651 w Abs. 1 BGB. Das heißt die Vermittlung von touristischen Einzelbausteinen als verbundene Reiseleistung, wie Flug, Hotel und Mietwagen. Damit werden Vermittler selbst zu Reiseveranstaltern, wenn mehrere touristische Leistungen kombiniert und als "Paket" angeboten werden. Verbundene Reiseleistungen entstehen, wenn für den Zweck derselben Reise dem Reisenden anlässlich eines einzigen Kontakts mit der Vermittlungsstelle zwei verschiedene Arten von Reiseleistungen vermittelt werden. Die Auswahl und Zahlung der Leistung muss in getrennten Vorgängen erfolgen und vom Vermittler nachgewiesen werden können. Andernfalls wird er unbeabsichtigt zum Reiseveranstalter mit entsprechenden Informations- und Haftungspflichten.

Für Reisevermittler sind die vorvertraglichen Informationspflichten (§ 651 w Absatz 2 BGB, Artikel 251 EGBGB) sowie ggf. die eigene Insolvenzgeldabsicherung (§ 651 w Abs. 3 BGB) zu beachten.

Ansprechpartner

Claudia Brüschle
Kompetenzfeld: Unternehmen begleiten
Schwerpunktthema: Tourismus
t: 0355 365 1403
f: 0355 36526 1403
claudia.brueschle@cottbus.ihk.de