Überbrückungshilfe II gestartet: Verbesserte Förderkriterien für Anträge

Corona und Kosten
© Oliver Boehmer - AdobeStock
Corona und Kosten

Die seit 10. Juli 2020 eingerichteten Überbrückungshilfen des Bundes wurden am 26. August von der Regierungskoalition bis zum 31.12.2020 verlängert.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium der Finanzen haben sich darauf verständigt, dass die Überbrückungshilfe II ab September 2020 mit verbesserten Zugangs- und Förderbedingungen fortgeführt werden soll: 

  • Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.
  • Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro
  • Erhöhung der Fördersätze
    • Künftig werden erstattet:
    • 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch (bisher 80 Prozent der Fixkosten),
    • 60 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent (bisher 50 Prozent der Fixkosten) und
    • 40 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher bei mehr als 40 Prozent Umsatzeinbruch).
  • Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.
  • Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

"Damit werden zentrale Empfehlungen der IHK Cottbus, die wir zusammen mit den Brandenburger Schwesterkammern über den Dachverband DIHK an die Bundesregierung adressiert haben, umgesetzt", sagt Dan Hoffmann, Federführer Unternehmensförderung der Landesarbeitgemeinschaft der IHKs in Brandenburg.

Anträge für den Förderzeitraum September bis Dezember 2020 sind ab sofort möglich:
www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Eine FAQ-Liste mit wichtigen Informationen zur Überbrückungshilfe II ist nebenan als Download eingestellt!

IHK-Überbrückungshilfe II-Rechner

Mit einem IHK-Überbrückungshilfe-Rechner können Unternehmen in drei Schritten unverbindlich herausfinden, ob und ggf. wie viel Hilfe sie beantragen können.  In erster Linie müssen die Unternehmen mit ihrem Steuerberater/Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer  oder Rechtsanwalt den Antrag stellen und die entsprechenden Werte ermitteln. Der Rechner kann nur einen groben Überblick über die Antragsberechtigung und die Berechnung geben!

Ansprechpartner

Dan Hoffmann
Kompetenzfeld: Unternehmen begleiten
Schwerpunktthemen: Finanzierung, Umwelt und Industrie, Finanz- und Versicherungswirtschaft
t: 0355 365 1551
f: 0355 36526 1551
dan.hoffmann@cottbus.ihk.de

Verfügbare Downloads