Pilotprojekt Pro-aktive Unternehmensberatung in ostdeutschen Braunkohleregionen

Beratung eines Unternehmers
© Andreas Franke/IHK Cottbus
Beratung eines Unternehmers

Mit dem Strukturstärkungsgesetz unterstützt der Bund die von der Beendigung der Kohleverstromung betroffenen Regionen. Im Zuge dieser Strukturhilfen wurden das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gemeinsam mit dem imreg Institut für Mittelstands- und Regionalentwicklung in Dresden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beauftragt, das Modellvorhaben „Pro-aktive Unternehmensberatung in ostdeutschen Braunkohleregionen“ im Rahmen einer einjährigen Vorphase zu erproben. Im Moment befindet sich das Projekt in der Auswertungsphase und soll im Frühjahr 2021 abgeschlossen werden.

Zielstellung ist, mittelständische Unternehmen in Braunkohlerevieren bei der strategischen Neuausrichtung zu unterstützen. Ausgewählte Unternehmen hatten dabei innerhalb der Pilotphase die Möglichkeit, aktiv bei der Gestaltung der Förderrichtlinie mitzuwirken und frühzeitig Fördergelder für die Inanspruchnahme strategischer Unterstützungsleistungen zu nutzen. Das Projekt erfolgt ergänzend zu weiteren bereits laufenden regionalen und bundesweiten Initiativen zur Förderung der Braunkohleregionen.

Regionale Akteure konnten sich über verschiedene Instrumente und Kommunikationsformate beteiligen. Zum einen wurden seit Mai 2020 telefonische Befragungen durchgeführt. Zum anderen fanden Informationsgespräche und Erfahrungsaustausche vor Ort statt.

Bisher wurden circa 300 Unternehmen telefonisch befragt, mit etwa 30 Unternehmen gab es bereits Vor-Ort-Gespräche.  

Die Unternehmen erhalten als Dankeschön neben den zentralen Befragungsergebnissen auch einen Vergleich ihres regionalen Standortes mit anderen Regionen in Deutschland. Daraus können sie anhand verschiedener Kriterien wie Wachstums-, Innovations- und Digitalisierungskennziffern erkennen, welche regionalen Stärken und Entwicklungspotenziale in Ihrer Region existieren.

  • Außerdem bekommen die Befragungsteilnehmer im weiteren Projektverlauf einen kostenfreien Zugang zu einer regionalisierten Unternehmensdatenbank (Benchmark-Tool des Instituts der deutschen Wirtschaft), die eine schnelle, unkomplizierte und wettbewerbsrelevante Unternehmensanalyse erlaubt.
  • Drittens erhalten teilnehmende Unternehmen die Möglichkeit, sich für eine geförderte individuelle Strategieberatung noch im laufenden Kalenderjahr zu qualifizieren. Voraussetzung hierfür ist die Teilnahme an der telefonischen Befragung sowie ein halbtätiges Informationsgespräch bei den Unternehmen vor Ort.  

Auf der Internetseite www.imreg.de/proaktiv2020.html  können sich Unternehmen informieren 

Erfasst wurden Ihre individuellen Ausgangsbedingungen. Zudem konnten Sie konkret schildern, in welcher Form eine Unterstützung für Ihr Unternehmen Mehrwert genieren könnte. 

Bearbeitet wird das Projekt vom Institut der deutschen Wirtschaft gemeinsam mit dem imreg Institut für Mittelstands- und Regionalentwicklung in Dresden.

Allgmeine Projektziele sind:

  1. Erfassung des Stellenwertes strategischer Unternehmensentwicklungen
  2. Erfassung des Status quo bzgl. betrieblicher Transformationsprozesse
  3. Erfassung konkreter Förderbedarfe
  4. Durchführung und Evaluierung pro-aktiver Strategieberatungen
  5. Darauf basierend die Formulierung von Handlungsempfehlungen

Ansprechpartner beim imreg Institut für Mittelstands- und Regionalentwicklung GmbH sind Lars Kroemer, E-Mail: lars.kгoеmег@imгеq.de, Tel.: 0351 255 93 39 und Benjamin Endtmann , E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Tel. 0351 25593 601 

 

 

Ansprechpartner

Silke Schwabe
Managerin Kompetenzfeld: Unternehmen begleiten
t: 0355 365 1503
f: 0355 36526 1503
silke.schwabe@cottbus.ihk.de

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