Im Dialog: IHK lud nach zwei Jahren Auszeit wieder zum Jahresempfang

Jens Warnken begrüßt die Gäste beim Jahresempfang
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Jens Warnken begrüßt die Gäste beim Jahresempfang
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Die IHK Cottbus begrüßte im Anschluss an die Konstitution der neuen Vollversammlung am 8. September rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung im „Bunten Bahnhof – Prima Wetter“ in Cottbus.

Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Krüger und der wiedergewählte Präsident Jens Warnken freuten sich über die Zusammenkunft, nachdem der Empfang zwei Jahre wegen der Corona-Pandemie nicht standfinden konnte.

Der wiedergewählte Präsident sagte: „Nie war es wichtiger in so schwierigen Zeiten wie diesen ins Gespräch zu kommen. Obwohl derzeit viel im Krisenmodus läuft, ist die brandenburgische Wirtschaft immer noch stabil und robust aufgestellt. Gemeinsam müssen wir alles daransetzen, dass dies so bleibt. Denn immer mehr Betriebe fürchten aufgrund der exorbitant steigenden Kosten um ihre Existenz.“

Zusammen mit dem neuen Präsidium und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauptamtes werde er in einen intensiven Dialog mit den Unternehmen und der Politik gehen, auf Problemlagen und Lösungsansätze aufmerksam machen und Hilfen für die Wirtschaft einfordern.

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Jörg Steinbach machte später in seiner Rede deutlich, dass die Belastung, die im Augenblick auf den Unternehmerinnen und Unternehmern liegt, von niemandem in der Politik kleingeredet oder ignoriert werde. Man sei sich der Lage sehr bewusst. Das Problem sei allerdings, dass er selbst auch noch keine klaren Antworten parat habe, wie die Maßnahmen im Entlastungspaket 3 schnell bei den Unternehmen Wirkung entfalten können, da noch unklar ist, wie diese Programme inhaltlich ausgestaltet werden und wie schnell.

„Die Kernelemente, die das Entlastungspaket enthält, helfen Unternehmerinnen und Unternehmern aber erstmal etwas mehr Planbarkeit zu bekommen und eine Insolvenz unter diesen Kostenbelastungen zu vermeiden“, so der Minister. „Zu Recht dringen Unternehmerinnen und Unternehmer angesichts rasant steigender Energiepreise auf Entlastungen. Hier muss der Bund noch mehr liefern.“  

Brandenburg werde seinen Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung leisten. Die beiden Reserveblöcke im Kraftwerk Jänschwalde würden voraussichtlich zum 1. Oktober wieder hochfahren. Außerdem sei Brandenburg bereit, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen, um die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern und zugleich Wertschöpfung zu generieren.

„Kurzfristig geht es um Versorgungssicherheit und Preisstabilität. Mittel- und langfristig müssen Energieversorgung und Klimaneutralität verbunden werden. Wir arbeiten an der Energiewende“, sagte Steinbach mit Verweis auf die beschlossene Energiestrategie 2040. Zudem sei eine ganzheitliche Industriestrategie für Brandenburg in Arbeit. Steinbach weiter: „Die Tesla-Ansiedlung in Grünheide strahlt auf das ganze Land aus. Es entstehen neue Wertschöpfungsketten in Brandenburg und vor allem auch im Süden des Landes. RockTech in Guben, BASF in Schwarzheide, die Deutsche Bahn in Cottbus: Die Lausitz ist bei dieser positiven Entwicklung ganz vorn dabei. Hier entsteht eine Modellregion für den Strukturwandel, für moderne Mobilität und Energieversorgung.“ An dieser Entwicklung habe auch die IHK Cottbus ihren Anteil, sie bringe sich intensiv in diesen Prozess ein.

Vor Ort präsentierte sich auch das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Cottbus, das u.a. bei der IHK und BTU angesiedelt ist, mit seiner mobilen Roadshow. Die Unternehmerinnen und Unternehmer hatten Gelegenheit, etwas über das kostenfreie Unterstützungsangebot zu erfahren und spannende Anwendungsbeispiele rund um die Digitalisierung, Assistenzsysteme und Künstliche Intelligenz live zu erleben und selbst auszuprobieren.

 

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Janine Mahler
Kompetenzfeld: Zukunft gestalten
Schwerpunktthema: Kommunikation
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