Neustarthilfe für Soloselbstständige gestartet

Symbolbild Neustart
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IHK Cottbus empfiehlt Prüfung auf Überbrückungshilfe III 

Ab sofort können laut Bundeswirtschaftsministerium Soloselbständige im Haupterwerb einen Antrag auf die sogenannte Neustarthilfe stellen. Sie können einmalig 50 Prozent des im Vergleichszeitraum erwirtschafteten Referenzumsatzes als Unterstützungsleistung erhalten. Die Neustarthilfe beträgt max. 7.500 Euro für den Zeitraum Januar bis Juni 2021. Die Finanzhilfe wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet und kann eigenständig online beantragt werden. 

Fallen bei einem Soloselbstständigen jedoch auch Fixkosten durch z. B. eine monatliche Miete an, kann stattdessen die Überbrückungshilfe III eine finanziell bessere Unterstützung sein. Soloselbstständige im Haupterwerb haben also eine Wahlmöglichkeit. Die Abwägung sollte mit einem Steuerberater, vereidigten Buchprüfer, Rechtsanwalt oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. Sie sind bei einem Antrag auf Überbrückungshilfe III ohnehin hinzuzuziehen. 

Nur ein Antrag pro Unternehmen für den Gesamtzeitraum

Dan Hoffmann von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus weist zudem darauf hin, dass für den gesamten Zeitraum der Überbrückungshilfe III jedes Unternehmen nur einen Antrag stellen kann. Es sei nicht möglich, zunächst nur einen Antrag z. B. von Januar bis März zu stellen, um die wirtschaftliche Perspektive abzuwarten. Ein Folgeantrag ab April wäre damit ausgeschlossen.

IHK-Finanzierungsexperte  Dan Hoffmann empfiehlt: „Entsprechend der zugrundeliegenden Daten sollten Fixkosten vorsichtig angesetzt und mit dem prüfenden Dritten für den gesamten Zeitraum Überbrückungshilfe III beantragt werden. Zukünftig wird es möglich sein, einen Antrag auf Erhöhung erstattungsfähiger Kosten zu stellen, aber eben nur im Rahmen eines bestehenden Antrages. Zu viel erhaltene Hilfe wird durch den prüfenden Steuerberater mit der Abschlussrechnung ermittelt und muss dann am Ende des Leistungszeitraums zurückgezahlt werden.“   

In der IHK-Veranstaltung „Mit dem Steuerberater durch die Krise“ am 2. März von 10 bis 11:30 Uhr informiert die IHK in einem Webinar, wie die zahlreichen Finanzhilfen für Unternehmen richtig eingeschätzt und genutzt werden können. Darüber hinaus berichten Stefan Weimann von der DATEV eG und Toni Boche von Boche & Kollegen-Steuerberater PartGmbB über generelle Aspekte der Unternehmensführung, um flexibel und schnell handeln zu können, z. B. was die Digitalisierung der kaufmännischen Prozesse anbelangt. 

Anmeldungen bei Manuel Ritter, IHK Cottbus, unter Telefon: 0355 365 3401, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder im Internet unter www.cottbus.ihk.de/alle-veranstaltungen.html 

 

Ansprechpartner

Manuel Ritter
Regionalcenter Cottbus/Spree-Neiße
Kompetenzfeld: Mitglieder betreuen
t: 0355 365 3401
f: 0355 36526 3401
manuel.ritter@cottbus.ihk.de
Dan Hoffmann
Kompetenzfeld: Unternehmen begleiten
Schwerpunktthemen: Finanzierung, Umwelt und Industrie, Finanz- und Versicherungswirtschaft
t: 0355 365 1551
f: 0355 36526 1551
dan.hoffmann@cottbus.ihk.de