Maßnahmen zum Coronavirus für Unternehmen

Symbolbild Corona-Virus
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Symbolbild Corona-Virus

Mehr als 80 Prozent der deutsche Betrieb rechnen mit Umsatzrückgang - Fast jedes fünfte Unternehmen sieht sich von Insolvenz bedroht

27.03.2020 | Die Zahl der von der Corona-Krise hart getroffenen Unternehmen hat sich innerhalb von drei Wochen fast verdoppelt. In der aktuellen DIHK-Blitzumfrage (PDF) unter bundesweit 15 000 Betrieben erwarten mehr als 80 Prozent, dass sie dieses Jahr mit einem deutlichen Umsatzminus abschließen werden. In der Vorumfrage von Anfang März war nur knapp die Hälfte der Unternehmen aus allen Branchen und Regionen Deutschlands so pessimistisch. Mehr als jeder vierte Betrieb rechnet aktuell sogar mit Umsatzrückgängen von mindestens 50 Prozent für das Gesamtjahr 2020. Das größte Problem ist dabei die schwindende Liquidität – und diese Gefahr nimmt weiter zu und gefährdet die Existenz zahlreicher Betriebe: Fast jedes fünfte Unternehmen sieht sich akut von der Insolvenz bedroht. „Damit spitzt sich die Krise dramatisch zu”, sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. „Das sollte nun alle Alarmleuchten angehen lassen: Wenn wir uns dieser Entwicklung nicht entschieden entgegenstellen, erleben wir wirtschaftliche Schäden von historischem Ausmaß.“ 

IHK-Team Coronahilfe erreichbar über die Hotline: 0355 365-1111 und Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die IHK Cottbus zeigt Ihnen in einem Merkblatt auf, welche Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage und welche innerbetrieblichen Maßnahmen für Ihre Abläufe im Betrieb ergriffen werden können.

Hilfsprogramme von Land und Bund

Hilfsprogramm des Landes Brandenburg hat zwei Bestandteile

Zum einen sind seit 25. März bis 31. Mai 2020 Anträge auf Soforthilfe des Landes Brandenburg über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) möglich.
www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/soforthilfe-corona-brandenburg

Notleidende Unternehmen sollen unbürokratisch und kurzfristig zwischen 5.000 und 60.000 Euro zur Abwendung einer akuten Existenzgefährdung erhalten. Diese Soforthilfen werden nicht als Darlehen, sondern als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.
Wie geht die Antragstellung? Hier ein Erklärvideo der ILB:
https://www.ilb.de/de/covid-19-aktuelle-informationen/erklaervideo-webinar/ 

Die IHK Cottbus unterstützt Unternehmen im Rahmen der IHK-Hotline Coronahilfe, um Detailfragen bei der Antragstellung zu klären.

Zum anderem soll das bei der ILB bereits vorhandene Konsolidierungs- und Standortsicherungsprogramm („KoSta“) zur Gewährung von Liquiditätshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen aufgestockt werden.

Ab 6. April 2020 sind in Brandenburg sind Soforthilfe für die Landwirtschaft abrufbar. Sie orientieren sich an den Soforthilfen Landes (bis 5 MA 9.000 EUR, bis 10 MA 15.000 EUR, bis 50 MA 30.000 EUR, bis 100 MA 60.000 EUR). Zuwendungsempfänger sind Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei- und Aquakultur und des Gartenbaus, die in Corona-bedingte Liquiditätsprobleme geraten sind. Das Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung bearbeitet die Anträge:
https://mluk.brandenburg.de/mluk/de/start/aktuelles/presseinformationen/detail/~03-04-2020-soforthilfe-fuer-brandenburger-landwirtschaftsbetriebe

Einreise von Saisonarbeitskräften: Brandenburger Betriebe sollen bitte ab 7. April 2020 ihren Bedarf melden:
https://mluk.brandenburg.de/mluk/de/start/aktuelles/presseinformationen/detail/~03-04-2020-einreise-von-saisonarbeitskraeften


Hilfsprogramm des Bundes

Die Bundesgelder werden von den Ländern abgerufen. In Brandenburg ist die auszahlende Stelle die ILB. 

NEU! Die Bundesgelder fließen in das Soforthilfeprogramm des Landes ein. Seit 31.03.2020 gilt eine neue Richtlinie des Landes Brandenburg.
Bitte beachten: Seit 02.04.2020 sind die Antragsformulare neu. Bitte nutzen Sie den aktuellen Download auf der Seite der ILB oder der IHK


Beschlossen sind eine Einmalzahlung von bis zu 9.000 Euro für drei Monate für Betriebe mit bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) und von bis zu 15.000 Euro für Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten. Diese durch die ILB bereitgestellten Mittel sind Bundesmittel. Der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist. Falschangaben können zu strafrechtlichen Konsequenzen führen. Bei der Steuerveranlagung für die Einkommens - oder Körperschaftsteuer im kommenden Jahr soll dieser Zuschuss gewinnwirksam (evtl. über Progressionsvorbehalt) berücksichtigt werden
. Nähere Informationen:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/03/2020-03-29-PM-Verwaltungsvereinbarung-Soforthilfe.html

Die BAFA-Beratungsförderung ist für von Corona betroffenen Unternehmen angepasst, um relevante Lösungen für KMU und Freiberufler anbieten zu können. Es gibt Erleichterungen beim Zugang zur Beratungsförderung (nur Online-Antrag), in der Abwicklung (keine Vorfinanzierung) und auch in der Förderhöhe (Vollfinanzierung, ohne Eigenanteil). Informationen und Antrag hier:
https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.html

Infoportal corona.brandenburg.de

Auf der Internetseite www.corona.brandenburg.de wird über aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus informiert sowie über die Maßnahmen und Entscheidungen des Landes. Zudem werden dort wichtige Links, Dokumente und Informationen aus den Ministerien sowie von Fachinstituten gebündelt.