AHK World Business Outlook Herbst 2021

Symbolbild
© Adobe Stock
Symbolbild

Der AHK World Business Outlook basiert auf einer Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen der Deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen (AHKs). An der Befragung im Oktober 2021 haben mehr als 3.200 deutsche Unternehmen, Niederlassungen und Tochtergesellschaften sowie Unternehmen mit engem Deutschlandbezug teilgenommen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Lieferkettenprobleme, Reiseeinschränkungen und hohe Rohstoffpreise

Das globale wirtschaftliche Umfeld wird ungemütlicher. So nennen 44 Prozent hohe Rohstoffpreise als Geschäftsrisiko, die Probleme in den Lieferketten und der Logistik haben sich im Vergleich zur Vorumfrage verschärft und betreffen nun mehr als die Hälfte der Unternehmen (54 Prozent nach zuvor 40 Prozent). Neben den zugespitzten Lieferkettenproblemen sehen sich die Unternehmen mit weiteren Herausforderungen konfrontiert. Weiterhin finden Messen und Veranstaltungen nur eingeschränkt statt, dies wirkt sich auf zwei von fünf Unternehmen negativ aus. Aufgrund bestehender Unsicherheiten berichtet ein Drittel der Unternehmen von verschobenen oder gestrichenen Investitionen, 14 Prozent von Liquiditätsengpässen. Ein Viertel der Unternehmen berichtet von stornierten Aufträgen. 16 Prozent verzeichnen weiterhin erhöhte Rechtsunsicherheiten durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.

Im Vergleich zu den Vorumfragen berichten immer weniger Unternehmen von einem pandemiebedingten Nachfragerückgang (30 Prozent). Somit bestehen die Herausforderungen aktuell nicht primär auf der Nachfrage- sondern auf der Angebotsseite. 

Die Erholung der Weltwirtschaft verliert an Fahrt

So die Sicht der Außenwirtschaft. 41 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass sich die Konjunktur in ihren jeweiligen Ländern in den nächsten zwölf Monaten besser entwickeln wird. 17 Prozent erwarten eine schlechtere Konjunkturentwicklung. Der Großteil der Unternehmen (42 Prozent) rechnet mit keiner Veränderung der wirtschaftlichen Entwicklung an ihren internationalen Standorten. Damit sind die Erwartungen insgesamt verhaltener als in der Vorumfrage (Frühjahr: 26 Punkte). Der Aufholprozess nach dem Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr scheint somit an Dynamik zu verlieren. Die Aussichten auf die kommenden zwölf Monate unterscheiden sich zwischen den Weltregionen deutlich. In Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko) und vor allem in China verlangsamt sich die bislang äußerst starke Konjunkturbelebung, während es in Europa und im Asien-Pazifik-Raum weiter rund läuft. 

Geschäftslage verbessert sich vielerorts – mit einer wichtigen Ausnahme

Dennoch: In diesem herausfordernden Umfeld behauptet sich die deutsche Außenwirtschaft wacker. Die Unternehmen zeigen sich mehrheitlich optimistisch bezüglich ihrer eigenen Geschäfte und heben ihre Erwartungen gegenüber der Frühjahrsumfrage moderat an. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) bezeichnet ihre Lage als gut, 11 Prozent als schlecht. Mit Blick auf die bestehenden Herausforderungen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen sich die Unternehmen damit vielerorts widerstandsfähig. In allen Weltregionen verbessert sich die Geschäftslage der Unternehmen im Vergleich zum Frühjahr – mit einer wichtigen Ausnahme. In China hat sich die Geschäftslage im Vergleich deutlich verschlechtert. Der resultierende Saldo aus besser- minus schlechter- Bewertungen liegt mit 27 Punkten unter dem Niveau von Herbst 2020 (Saldo 31 Punkte) und weit unter dem Niveau der Vorumfrage im Frühjahr 2021 (Saldo 50 Punkte). Zuletzt kam es neben den weltweiten Transportproblemen und Lieferengpässen in China zu Stromknappheit und in der Folge teilweise zu plötzlichen sowie mehrtägigen Produktionsstopps. Zudem dämpfen die bestehenden Reiseeinschränkungen die Stimmung der deutschen Unternehmen vor Ort. 

Im Downloadbereich (rechts) finden Sie den vollständigen Bericht sowie die Präsentation.

 

 

 

 

Ansprechpartner

Silke Schwabe
Managerin Kompetenzfeld: Unternehmen begleiten
t: 0355 365 1503
f: 0355 36526 1503
silke.schwabe@cottbus.ihk.de