Sonderauswertung des AHK World Business Outlook Herbst 2022 zum Thema Lieferketten

Sonderauswertung des AHK World Business Outlook Herbst 2022 zum Thema Lieferketten

Die Sonderauswertung zum Thema Lieferketten aus dem AHK World Business Outlook Herbst 2022 zeigt, dass die Resilienz in den Lieferketten der Unternehmen Form annimmt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und des russischen Kriegs gegen die Ukraine stellen die Unternehmen an ihren internationalen Standorten vor viele Herausforderungen. Unterbrochene Lieferketten und geopolitische Risiken veranlassen sie dazu, die Resilienz ihrer Lieferketten und Standorte kritisch zu überprüfen. Die Rückmeldungen von mehr als 3.100 von den AHKs befragten Unternehmen im Rahmen des AHK World Business Outlooks vom Herbst 2022 geben Aufschluss darüber, wie Unternehmen auf die Herausforderungen reagieren und in welchen Regionen sie neue Lieferanten oder Standorte suchen. 

Deutsche Wirtschaft stärkt Resilienz in Lieferketten

Ein erheblicher Anteil hat bereits sein Lieferantennetzwerk erweitert und plant neue Standorte. Als Gründe für die Suche nach neuen oder zusätzlichen Lieferanten oder neuen Standorten geben die Unternehmen insbesondere Kostenoptimierung, Erschließung neuer Märkte und die Diversifizierung/Risikominimierung bei Ausfällen an. Zudem suchen die Unternehmen vor allem in der Nähe ihrer aktuellen Standorte nach neuen Lieferanten. Auch bei der Suche nach neuen Standorten spielt die geographische Nähe zur aktuellen Niederlassung eine herausragende Rolle. Greater China sticht insofern heraus, als dass die Unternehmen dort häufiger im Asien-Pazifik-Raum (außerhalb Chinas) nach neuen Lieferanten und Standorten suchen, als in China selbst.  

Störungen in der Lieferkette noch nicht überwunden

Aktuell deuten verschiedene Indikatoren darauf hin, dass sich die Lieferkettenstörungen am aktuellen Rand bessern. Frachtraten für Containerpreise nähern sich wieder normalen Preisen, die Staus vor internationalen Häfen lösen sich langsam auf und der globale Lieferkettenindex der Federal Reserve Bank of New York nähert sich dem Vorkrisenniveau.

Für die deutschen Unternehmen an ihren internationalen Standorten stellen Probleme in den Lieferketten im Herbst 2022 aber weiterhin ein zentrales Risiko dar. Weltweit berichten 42 Prozent der Unternehmen von Lieferkettenstörungen. Überdurchschnittlich häufig sehen Unternehmen in Greater China (Volksrepublik China, Hongkong, Taiwan) (58 Prozent), Asien-Pazifik (ohne Greater China) (50 Prozent), Nordamerika (46 Prozent) und in der Eurozone (44 Prozent) darin ein Geschäftsrisiko. Daneben sind insbesondere in Europa hohe Energiepreise ein Risiko für die geschäftliche Entwicklung. Die Höhe der Energiekosten entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor im internationalen Wettbewerb.

Die vollständigen Ergebnisse finden Sie in den Broschüren jeweils auf Deutsch und Englisch im Downloadbereich.