Industrie verzeichnet herbe Verluste

Trotz Umsatzrückgang ist die Herstellung von Metallerzeugnissen die drittstärkste Branche. Die größten Verluste lagen hier bei den Ausfuhrgeschäften.
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Trotz Umsatzrückgang ist die Herstellung von Metallerzeugnissen die drittstärkste Branche. Die größten Verluste lagen hier bei den Ausfuhrgeschäften.

Der Industrieumsatz bei Südbrandenburger Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten hat sich im Jahr 2020 um 9,8 Prozent auf insgesamt 5 277,0 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr verringert. Der Ausfuhrumsatz ist im Vergleich zum Jahr 2019 sogar um 21,5 Prozent auf 1 039,5 Millionen Euro zurückgegangen, so das Ergebnis einer von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus beauftragten Sonderauswertung.

„Die Industrie ist neben dem Baugewerbe die tragende Säule, die die regionale Wirtschaft in Pandemiezeiten am Laufen hält. Die deutlichen Verluste sind ein herber Rückschlag für die Branche. Zumal die Industrieunternehmen in den letzten Jahren viel investierten, um ausländische Märkte zu erschließen. Doch die Auswirkungen der Krise haben sich in fast allen Branchen bemerkbar gemacht – mit Ausnahme der Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren sowie Glas und Keramik, die ein leichtes Wachstum verzeichneten“, sagt IHK-Präsident Peter Kopf. 

Der Inlandsabsatz hat sich auf Grund der geringeren Nachfrage sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich deutlich abgeschwächt. Die Auslandsgeschäfte verliefen wegen fehlender Waren, ausbleibender Dienstleistungen und starken Einschränkungen bei den Kundenkontakten nur sehr verhalten.

Entwicklung in den Branchen

Die chemische Industrie ist die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes in Südbrandenburg. Allerdings hat sich der Umsatz um 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 1 230,2 Mio. Euro verringert.

Mit einem Umsatz von 712,3 Millionen Euro ist die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln der zweitstärkste Wirtschaftszweig in der Region. Auch hier mussten die Unternehmen starke Verluste hinnehmen. Die Umsätze sind gegenüber 2019 um 12,4 Prozent zurückgegangen, davon alleine die Exportumsätze um 23,4 Prozent. 

Trotz eines Umsatzrückgangs von 10,2 Prozent ist die Herstellung von Metallerzeugnissen mit einem Gesamtumsatz von 408,2 Millionen Euro die drittstärkste Branche. Die größten Verluste machte die Branche bei den Ausfuhrgeschäften (minus 42,5 Prozent).

Nur die Branchen Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren und die Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik konnten mit 3,5 bzw. 3,7 Prozent Umsatzplus ein leichtes Wachstum verzeichnen.

Die statistischen Grafiken sind einzusehen unter www.cottbus.ihk.de/entwicklung-im-verarbeitenden-gewerbe.de

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