Mit der Pflanze des Jahres aus der Gärtnerei Winde in den Sommer starten

Rüdiger Winde und die Pflanze des Jahres 2021 in Brandenburg - die schöne Sophie
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Rüdiger Winde und die Pflanze des Jahres 2021 in Brandenburg - die schöne Sophie

Seit 1971 gibt es die Gärtnerei Winde. Rüdiger Winde und seine Frau betreiben sie seit 30 Jahren in zweiter Generation in Schönborn. Hier lässt sich Jung und Alt beraten, die Gärtnerei ist in der Gegend bekannt und beliebt. Doch die aktuelle Situation zehrt an den Naturliebhabern. Die sonst so rechlichen Kunden bleiben aus. 

"Viele Kunden denken wir haben geschlossen oder sie müssen sich vorher anmelden. Diese Unsicherheit führt dann dazu, dass die Leute gar nicht erst kommen." sagt Rüdiger Winde, Geschäftsführer der Firma Gartenbau Winde und Gärtner aus Leidenschaft.  "Wir hatten in den letzten Jahren viele junge Kunden, die gern etwas Neues ausprobiert haben und daraufhin haben wir auch immer neue Produkte im Sortiment. Die werden wir im Moment nicht so gut los. Die ganze Beratungsleistung, für die wir einen guten Ruf haben, geht uns ebenfalls verloren. Auch die geschlossenen Wochenmärkte fehlen uns komplett."

Dabei ist die Familie Winde wann immer sie kann für Ihre Kundschaft erreichbar. Der Gartenbaubetrieb beteiligt sich an vielen Aktionen, so haben Sie zum Beispiel auf der grünen Woche die Pflanze des Jahres 2021 in Brandenburg vorgestellt, die schöne Sophie (siehe Titelbild). Und auch für den Weltbienentag am 20. Mai sind sie vorbereitet.  Als Unterstützer der Initiative "Bienen füttern!" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft kürt der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg seit 2019 die "Bienenfreundlichste Pflanze des Jahres". In diesem Jahr ist das die Cosmea, auch Schmuckkörbchen genannt, die sehr Nektar- und Pollenreich ist. Bei der Familie Wilde erhält man die "kurze" Cosmea, die sich auch perfekt für den Balkon oder Topfbepflanzung eignet und einen nachhaltigen Beitrag für die biologische Vielfalt und den Schutz von Bienen leistet.

Rüdiger Winde ist seit der Gründung der Initiative eine Träger des Regionalsiegels Elbe-Elster. Er ist stolz die regionalen Produkte mit zu repräsentieren, aber sieht auch Schwierigkeiten bei der Vermarktung, gerade in der jetzigen Zeit.

"Für kleine Betriebe ist es schwierig die beworbenen Produkte zu jeder Zeit und in jeder Stückzahl liefern zu können. Gerade bei uns ist es zum Beispiel sehr saisonabhängig. Wir können die beworbenen Produkte dann vielleicht im Herbst nicht liefern und dass bringt keine Punkte für uns." Insgesamt ist das Netzwerk rund um das Regionalsiegel aber ein Gewinn für den Gartenbaubetrieb. "Wir haben Betriebe kennengelernt, die die gleichen Probleme haben wie wir. Mit denen konnten wir uns gut austauschen. Das ist schon ein absoluter Mehrwert. Und man lernt Leute kennen, zu denen man so ohne weiteres nie Kontakt gehabt hätte."

Wenn gemeinsame Veranstaltungen stattfinden, dann ist das Regionalsiegel auch ein guter Anziehungspunkt, im Moment sind diese aber noch nicht möglich. Mehr Informationen zum Regionalsiegel Elbe-Elster bekommen Sie hier. In der aktuellen Situation ist es schwer, frohen Mutes in die Zukunft zu blicken, aber solange es geht hält Rudiger Winde durch:

"Weil es der geilste Job der Welt ist!" sagt er euphorisch. "Wenn ich durchs Gewächshaus gehe und ich sehe eine Qualität, die nicht besser geht, dann kann ich mich stundenlang dort aufhalten."

Seine größte Hoffnung liegt in den eigenen Werbeaktionen. Er hat 10.000 Flyer drucken lassen, inseriert in der Zeitung und bespielt seine Facebook-Seite um so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Obwohl es nur ein kleiner Betrieb ist, kämpfen sie wie die Großen. Sie versuchen den Betrieb und das Fachwissen für die Region zu erhalten, zum Beispiel  haben sie in diesem Jahr, um die heimischen Obstsorten zu bewahren, um die 100 Apfelbäume veredelt. 

Auch an die Gartenbau-Kollegen appelliert Winde:  "Ganz wichtig ist, dran zu bleiben. Ganz viel Werbung machen und zeigen, dass man noch da ist!"

 

Ansprechpartner

Manuela Lehner
Regionalcenter Elbe-Elster
Kompetenzfelder: Mitglieder betreuen/Unternehmen begleiten
Schwerpunktthema: Ernährungswirtschaft
t: 0355 365 3301
f: 0355 36526 3301
manuela.lehner@cottbus.ihk.de
Christina Gaudlitz
Kompetenzfeld: Zukunft gestalten
Schwerpunktthema: Kommunikation
t: 0355 365 2404
f: 0355 36526 2404
christina.gaudlitz@cottbus.ihk.de