Duale Berufsausbildung mit Bestnoten: IHK Cottbus verzeichnet 1.336 neue Ausbildungsverträge

Ausbildung bei der Medizintechnik & Sanitätshaus Harald Kröger in Massen
© Andreas Franke
Ausbildung bei der Medizintechnik & Sanitätshaus Harald Kröger in Massen

01.09.2020 | 

„Südbrandenburgs Betriebe stehen auch im Corona-Jahr mehrheitlich zur Nachwuchssicherung durch die duale Berufsausbildung. Nur eines unserer befragten Unternehmen hat eine coronabedingte Kündigung ausgesprochen. Dennoch stehen Branchen wie der Tourismus und das Veranstaltungsgewerbe weiterhin vor existenziellen Unsicherheiten, was sich auch auf dem Ausbildungsmarkt zeigt“, sagt Regina Altmann, Kompetenzfeldmanagerin bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus

Zum 31. August verzeichnete die IHK Cottbus 1.336 neue betriebliche Ausbildungsverträge, 97 Neuverträge weniger als zum Vorjahr. Zugleich konnten trotz der schwierigen Situation 58 neue Ausbildungsbetriebe hinzugewonnen werden. Zudem gibt es mit rund 100 freien Lehrstellen auch nach offiziellem Ausbildungsstart immer noch Chancen auf dem heimischen Ausbildungsmarkt – so z. B. in den Bereichen Metall und Elektro, Bau oder im Beruf Kaufmann für Büromanagement. 

Auf die Kreise im IHK-Bezirk Cottbus verteilt, stellen sich die Zahlen für betriebliche Neuverträge gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar: Cottbus 396 (-16), Elbe-Elster 203 (-7), Oberspreewald-Lausitz 264 (+/- 0), Spree-Neiße 154 (-5) und Dahme-Spreewald 315 (-68). Bei den gewerblich-technischen Berufen ist insgesamt lediglich ein Rückgang um 2,4 Prozent auf 654 in diesem Jahr zu verzeichnen. Ein Rückgang um 10,3 Prozent auf 678 liegt bei den kaufmännischen Berufen vor. Dieser berührt im Besonderen die Berufsfelder Büromanagement, Hotel und Gaststätten und Verkehr.  

Dass auf der Azubi-Seite die Zufriedenheit mit ihrer Berufsausbildung in den Bereichen Industrie, Dienstleistungen und Handel recht gut ist, zeigen die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der ostdeutschen IHK-Umfrage von rund 4300 Auszubildenden im 1. Lehrjahr aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie bescheinigt, dass 78 Prozent ihren Wunschberuf erlernen und sich ein noch größerer Teil der befragten Azubis dank eines guten Betriebsklimas sehr wohl im Ausbildungsbetrieb fühlt und diesen weiterempfehlen würde. Jeder zweite Jugendliche schrieb nicht mehr als fünf Bewerbungen, um einen Ausbildungsplatz zu finden.  

„Diese guten Ergebnisse zeigen, wie wichtig ein verstärktes Azubimarketing der Betriebe und eine zunehmend individuell und praxisnah ausgerichtete Berufsorientierung ist, die gestützt wird von Praktika, Online-Recherchen, Messen, Infoveranstaltungen und Gesprächen mit Ausbildungsverantwortlichen“, erläutert Regina Altmann. „Eltern bleiben jedoch die wichtigsten Influencer.“ 

Zudem gäbe es für Ausbildungsinteressierte fast immer das passende Angebot in der Nähe des Heimatorts. Lediglich jeder fünfte befragte Auszubildende musste für die Aufnahme der Berufsausbildung seinen Wohnort wechseln, im Vorjahr war es noch jeder Vierte. Zusätzliche Aufwendungen für Fahrt- oder Wohnheimkosten werden jedoch von vielen Betrieben übernommen.  

www.cottbus.ihk.de/ausbildungsberatung
www.ihk-lehrstellenboerse.de

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Schwerpunktthema: Kommunikation
t: 0355 365 2403
f: 0355 36526 2403
janine.mahler@cottbus.ihk.de
Regina Altmann
Managerin Kompetenzfeld: Recht sichern
Kompetenzfeld: Mitglieder betreuen
Schwerpunktthema: Ausbildung
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regina.altmann@cottbus.ihk.de