Sieger der City-Offensive Südbrandenburg 2021 gekürt

Cover Flyer City-Offensive
© AdobeStock/ IHK Cottbus
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Das Netzwerk Spempel FiwaNauten sowie die Forster Interessengemeinschaft "Kunst trifft Industriekultur" belegen die ersten Plätze in den Kategorien „Projekte, Kampagnen, öffentlicher Raum“ sowie "Events als Impuls für mehr". 

Insgesamt zehn spannende Beiträge gingen für den von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus letztmalig ausgerichteten Innenstadtwettbewerb "Handel(n) für lebendige Innenstädte" im Rahmen der City-Offensive Südbrandenburg 2021 ein. Wettbewerbsziel war es, Stadtinitiativen, Standortgemeinschaften und Gewerbevereine gerade in der aktuell so schwierigen Situation zu stärken, aber auch das hohe Engagement der Akteure vor Ort anzuerkennen, um Impulse für die Innenstädte zu setzen. Prämiert wurden neue Ansätze, die der Wiederbelebung und dauerhaften Profilierung von Stadtzentren dienen sowie Konzepte, die das Besondere und Unverwechselbare des jeweiligen Standortes herausstellen.

IHK Vize-Präsident Olaf Schöpe: „Gemeinsam mit unseren Partnern hatten wir entschieden, trotz und gerade auch wegen der schwierigen Corona-Situation den Wettbewerb durchzuführen. Und es hat sich gelohnt! Wir sind vom Einfallsreichtum und der Macher-Mentalität, die sich in den Wettbewerbsbeiträgen widerspiegelt, wirklich beeindruckt. Alle Wettbewerbsbeiträge sind zukunftsorientiert ausgerichtet und berücksichtigen dennoch aktuelle Einschränkungen. Ein großes Dankeschön daher nochmals an alle aktiven Innenstadtakteure im Kammerbezirk!“

„Lebendige Innenstädte brauchen Nutzungsvielfalt, dann hat auch der Handel gute Chancen, sich zu halten und zu entwickeln. Brandenburgs Innenstädte sind auf einem guten Weg, wenn sie auf ihre Unverwechselbarkeit setzen und wenn Private und Kommune zusammenarbeiten. Die Sieger der CityOffensive Südbrandenburg machen deutlich, wie unterschiedlich die Wege zum Ziel sein können“, sagt Schirmherr und Minister Guido Beermann vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), das den Wettbewerb mit 24.000 Euro unterstützt. „Das Format wird fortan durch den landesweiten Innenstadtwettbewerb ersetzt, der am 29. November startet.“ 

Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten wird in diesem Jahr auf eine große Preisverleihung verzichtet. Die Übergabe der Urkunde und des Preisgeldes erfolgt bei jedem Gewinner persönlich. 

Die Preisträger der City-Offensive Südbrandenburg 2021 sind:

Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ 
1. Platz: Netzwerk StempelFiwaNauten aus Finsterwalde: „Cityoffensive StempelFiwaNaut Plus“ - Zur Preisübergabe
2. Platz: IG „In Calau clever kaufen“: „Regional ohne Porto & Retour“ 
2. Platz: Wir sind Luckau e. V. gemeinsam mit der Landesgartenschau Luckau gGmbH: "Virtuelles KaufHaus Luckau" und "Kulturspiel Luckau – zum Erobern schön“ 

Das Preisgeld für den ersten Platz beträgt 8.000 Euro. Die Calauer erhalten für ihren zweiten Platz 5.000 Euro. Luckau erhält insgesamt 5.000 Euro für beide Beiträge.

Kategorie „Events als Impuls für mehr“:
1. Platz: IG „Kunst trifft Industriekultur“: „Kunst trifft Industriekultur in Forst“  
2. Platz: Allianz für Lübben mit "Wir für Lübben e. V.": „Der September wird bunt“  
2. Platz: Stadtmarketing- und Tourismusverband Cottbus e. V. und Freundeskreis ArtFrontale i. G.: „Art FRONTALE“  

Das Preisgeld für den ersten Platz beträgt 6.000 Euro. Die Zweitplatzierten erhalten jeder 3.000 Euro.  

Anerkennungspreis
Darüber hinaus vergab die Jury einen Anerkennungspreis in Höhe von 1.500 Euro an das Team aus Guben für die Marketingkampagne „Willkommen zurück! Ich kaufe hier, die Stadt sind wir“.

Beschreibungen der Sieger-Konzepte

Kategorie "Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum"

1. Platz: Netzwerk StempelFiwaNauten für das Projekt „Cityoffensive StempelFiwaNauten Plus“
Von Juni bis Ende Dezember 2021 werden regionale Einkäufe/Buchungen in über 150 mitmachenden  Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsunternehmen und auch bei Vereinen in  Finsterwalde mit einem Stempel im Freundschaftspass StempelFiwaNaut „Plus“ belohnt. Sind 20 Stempel gesammelt, kann der Preis für eine Sonderedition des Sängerstadtgutscheines in Höhe von 50 Euro bis Ende 2022 in über 100 Geschäften, Läden, Restaurants, Freizeit- und Sporteinrichtungen in Finsterwalde eingelöst werden.

„Die Weiterentwicklung der Stempelaktion und das enorm große Netzwerk an mitmachenden Unternehmerinnen und Unternehmern, welches aufgebaut wurde, hat die Jury  beeindruckt. In Finsterwalde wird diese Aktion wirklich gelebt und mit Leben gefüllt. Durch lokale Kooperationen wurde ein regelrechtes Stempelfieber ausgelöst. Gerade in der schwierigen pandemischen Situation wurde auf Zusammenhalt und Optimismus gesetzt. Nachahmenswert ist vor allem auch die Zusammenarbeit des Netzwerkes mit den Stadtverantwortlichen“, so Hans-Joachim Stricker, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, zur Entscheidung der Jury.

Pressemeldung zur Preisübergabe inkl. Foto und Interview: hier

2. Platz:  IG„In Calau clever kaufen“ für die Marketingkampagne „Regional ohne Porto & Retour“
(Anmerkung: In dieser Kategorie wurden zwei 2. Plätze aufgrund von Punktgleichheit vergeben.)
Die prämierte Marketingkampagne  setzt sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammen. Im Kern geht es um die Stärkung der regionalen Wirtschaft und der Calauer Innenstadt. Mit Kunst, Kultur und authentischen, persönlichen Aktionen wird versucht, das Bewusstsein für die eigene Stadt wieder in den Fokus zu rücken. 
So werden die Calauer aufgerufen, aktiv die Innenstadt mitzubewerben und ihr persönliches Statement zum Thema  „Wir lieben Calau, weil…“ abzugeben. Dazu finden im September an belebten Orten Fotoshootings auf dem rotem Sofa mit einem Fotografen statt. Die Fotos mit den Statements werden als neue Werbebotschaften in die weitere Öffentlichkeitsarbeit eingebunden. Alle Teilnehmer nehmen automatisch an einer Tomola teil mit der Auslosung von 1.000 € Händlergutscheinen. Dadurch wird ebenfalls der Einkauf in der Innenstadt angeregt.
Zudem ist wird der Kunst Raum (K) Calau in den Schaufenstern und Geschäften der Händler zu erleben sein. Händler und öffentliche Einrichtungen geben den regionalen Künstlern 8 Wochen die Gelegenheit sich zu präsentieren. Die Kunstpunkte sind auch in der Stadt mittels Schaufensternasen gut erkennbar. Ein Malkurs mit einer Calauer Künstlerin, ein Stadt-pleinair am Heimatmuseum und ein Graffitiprojekt mit einer kleinen Outside-Galerie eröffnen das Projekt. 

„Der Calauer Beitrag zeigt deutlich, dass die Inszenierung einer Innenstadt als Erlebnisraum machbar ist. Es werden wirtschaftliche, soziale und kulturelle Angebote charmant miteinander verbunden und nachhaltig Besuchermagnete zum Verweilen in der Stadt geschaffen“, erklärt Prof.-Dr. Heike Liebmann vom Städteforum Brandenburg.

Pressemeldung zur Preisübergabe inkl. Foto und Interview: hier

2. Platz:  Verein „Wir sind Luckau“ mit dem Projekt „Virtuelles KaufHaus Luckau“  gemeinsam mit der Landesgartenschau gGmbH Luckau mit der Idee „Kulturspiel Luckau“
(Anmerkung: In dieser Kategorie wurden zwei 2. Plätze aufgrund von Punktgleichheit vergeben.) 

Angesichts der eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten während der anhaltenden Coronakrise haben sich Luckauer Gewerbetreibende zusammengeschlossen und innerhalb kürzester Zeit das virtuelle „KaufHaus“ Luckau entwickelt und online gestellt. Es gibt einen Überblick über die Luckauer Geschäftswelt und stellt auf charmante Weise die unterschiedlichen Gewerbeangebote vor. Viele Unternehmer sind damit erstmals digital auffindbar.  

Das Kulturspiel Luckau unter der Prämisse „Zum Erobern schön“ verbindet Spaß und Kulturerlebnis mit einer Entdeckungsreise durch die Geschichte der Stadt. Diese Art der modernen Schnitzel-Jagd für Groß und Klein ist ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal für Luckau. Zudem setzt es ein Zeichen, dass auch unter Pandemie-Bedingungen ein Stück Kultur erlebbar bleibt. Eine pfiffige Idee mit Mehrwert ist die Lösung, dass die Boxen mit der Gravur “Kulturspiel Luckau” versehen, nach dem Spiel als Spielbox oder als nachhaltige Brotbüchse genutzt werden kann. 

„Beide Projekte beweisen Engagement für den Wirtschaftsstandort Luckau und sind gekennzeichnet durch unheimlich viel Herzblut und Liebe fürs Detail. Die Jury ist davon überzeugt, dass sich beide Bewerberteams hervorragend ergänzen. Dafür wünschen wir viel Erfolg!“, sagt Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e. V..

Pressemeldung zur Preisübergabe inkl. Foto und Interview: hier

Kategorie „Events als Impuls für mehr“

1. Platz: Forster Interessengemeinschaft „Kunst trifft Industriekultur“  für den gleichnamig eingereichten Wettbewerbsbeitrag 
Die Lebendigkeit der öffentlichen Räume in Innenstädten, insbesondere von Plätzen und Einkaufsstraßen, kann durch verschiedenste Kulturangebote deutlich gesteigert werden. Kunst und Kultur sind ein zentrales Element in der künftigen Innenstadt. Durch die Belebung der vorhandenen Forster Industriekultur soll die Kernstadt langfristig gestärkt werden. Mithilfe unterschiedlichster Kunstformen, die in öffentlichkeitswirksamen Aktionen präsentiert werden, werden überregionale Aufmerksamkeit, Frequenz und ein Erlebnisraum geschaffen. Spannende Projektbausteine  wie z. B. die „Pop-Up-Kunst/Kunst im Schaufenster“, die „Forster IndustrieFoto-Tage“ und „Dance in Residence Brandenburg“ machen diesen Wettbewerbsbeitrag bunt und wirklich originell. Die Forster Innenstadt dient quasi als Bühne und industriegeschichtliche Objekte sind die Kulisse und inspirieren nicht nur Kunstschaffende. Eine kreative Idee ist auch der geplante Studentencampus für junge Künstler der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Forster Industrieobjekte als Kulisse und Orte der Inspiration für studentische Arbeiten zu nutzen, ist ein cleverer Ansatz.

 „Die Standorte und Gebäude der Forster Industriekultur mit dem gesamten öffentlichen Raum zu vernetzen und über unterschiedliche Events der Öffentlichkeit zu präsentieren, stärkt die Kernstadt und sorgt für große Aufmerksamkeit auch überregional. Die zahlreichen Akteure entwickeln damit perspektivisch ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt und setzen genau da an, wo die Besonderheiten in Forst auch liegen. Der Mut neue Wege zu gehen ist preiswürdig“, sagt Prof.-Dr. Ing. Silke Weidner, Präsidentin des Wissensnetzwerks Stadt und Handel e. V. und Fachgebietsleiterin Stadtmanagement der BTU Cottbus – Senftenberg.

Pressemeldung zur Preisvergabe inkl. Foto und Interview: hier
Film zu den Fototagen: hier
Weitere Informationen zu den Fototagen: hier

2. Platz: Allianz für Lübben mit „Wir für Lübben e. V.“ für den Beitrag „Der September wird bunt“ 
(Anmerkung: In dieser Kategorie wurden zwei 2. Plätze aufgrund von Punktgleichheit vergeben.)
Die Planung von größeren Veranstaltungen gestaltet sich in diesem Jahr schwierig. Aus diesem Grund haben die Lübbener für das traditionelle Spreewaldfest, ein alternatives Veranstaltungsformat entwickelt. Als Besonderheit wird in diesem Jahr erstmals die Veranstaltungsreihe „Der September ist bunt“ geben. Mit der Verteilung der Veranstaltungshöhepunkte auf vier unterschiedliche Standorte im gesamten Stadtgebiet über drei Wochenenden hinweg, wird ein besonderer Anreiz für Touristen und Bürger geschaffen, immer wieder in die Stadt zu kommen. Ein buntes Programm, das unterschiedliche Zielgruppen anspricht, wird vielfältig inszeniert und sorgt somit für Belebung und Frequenz in der Stadt.

„Die einzelnen Programmpunkte an unterschiedlichen Standorten sind ein wirksamer Impulsgeber zur Belebung des Stadtzentrums und unterstützen somit stationäre und mobile Gewerbetreibende“, sagt Jurymitglied Boris Stachowski,  EDEKA-MIHA Immobilien-Service GmbH.

Pressemeldung zur Preisübergabe inkl. Foto und Interview: hier

2. Platz: Stadtmarketing und Tourismusverband Cottbus e. V. und dem Freundeskreis ArtFrontale i G. für den Beitrag „ArtFrontale Cottbus“ 
(Anmerkung: In dieser Kategorie wurden zwei 2. Plätze aufgrund von Punktgleichheit vergeben.)
Ein Sprichwort sagt „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Die Idee dieses Wettbewerbsbeitrages setzt genau an dieser Stelle an. Emotionen, Interesse und überraschende Geschichten sind die Schlüsselwörter. Mit einer ausgefallenen Fassadengestaltung sollen die Geschichten der Stadt und langfristig auch der der ganzen Region illustriert werden. Mit dieser Idee werden nicht nur kahle Fassaden lebendig, sondern die Künstler der Lausitz bekommen eine riesige dauerhafte Ausstellung. Gleichermaßen ist eine solche „Ausstellung“ interessant für Einheimische und Gäste und schafft Anreize für einen Besuch. Bereits im Dezember wurden erste Werke an die Fassaden des Stadthauses und der Alten Kunstsammlung am Altmarkt projiziert. Es folgte u. a. die erste Fassadengestaltung am Bunten Bahnhof in Cottbus. Der Bahnhof ist der Eingang zur Innenstadt und soll den Weg für weitere Künstlerhäuser in der Innenstadt bereiten. Ein künstlerischer Stadtpfad ist ein Imagegewinn und er schafft zudem einen neuen Besucheranlass für die City. Perspektivisch ist auch ein Kunstfestival ArtFrontale geplant.

  „Das Kunstprojekt ArtFrontale schafft Identität, ist ideenreich, nachhaltig und vernetzend.  Kunstfassaden erzeugen eine positive Atmosphäre und können begeistern. Die Planung eines Kunstfestivals und  Entwicklung eines künstlerischen Stadtspaziergangs sind ein in die Zukunft gerichteter Ansatz zur regionalen Stadtgestaltung. Wir freuen uns, über die Kreativität, die dieser Wettbewerbsbeitrag mitbringt.“, erklärt Hans-Joachim Stricker, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, zur Entscheidung der Jury. 

Pressemeldung zur Preisvergabe inkl. Foto und Interview: hier
Informationen zu ArtFrontale: hier


Anerkennungspreis

Darüber hinaus vergab die Jury einen Anerkennungspreise in Höhe von 1.500 Euro an die Gubener Altstadthändler für die Imagekampagne „Willkommen zurück! Ich kaufe hier, die Stadt sind wir.“
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„Mit dem Anerkennungspreis wollen wir auch bei diesem Projekt das hohe Engagement honorieren und einfach Danke sagen. Wir wünschen allen Innenstadtakteuren Mut, Durchhaltevermögen und Optimismus für die nächsten Wochen und Monate, denn Ihr Engagement zur Weiterentwicklung unserer Innenstädte wird mehr denn je gefragt sein“, erklärt Boris Stachowski,  EDEKA-MIHA Immobilien-Service GmbH.

Die Jury:

Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Land Brandenburg (Vorsitz), IHK Cottbus, Handelsverband Berlin Brandenburg (HBB) e. V., Wissensnetzwerk Stadt und Handel (WSH) e. V./BTU Cottbus-Senftenberg, IHK-Ehrenamt, IHK Cottbus, Sparkasse Elbe-Elster, Städteforum Brandenburg und die EDEKA-MIHA Immobilien-Service GmbH

Logoleiste neu mit LR und Partner

 

Die Gewinner der Vorjahre

 Videobotschaft

Hans-Joachim Stricker vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Land Brandenburg, verkündet die Gewinner nach der Jurysitzung

Ansprechpartner

Kompetenzfeld: Unternehmen begleiten
Schwerpunktthema: Handel
t: 0355 365 1105
f: 0355 36526 1105
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