Südbrandenburg treibt den Breitbandausbau voran

Südbrandenburg treibt den Breitbandausbau voran

Erster Spatenstich für Breitbandausbau im Landkreis Spree-Neiße

Am 8. September 2021 hat im Landkreis Spree-Neiße der Internetausbau für Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde begonnen. Mehr als 4.250 Kilometer Glasfaserkabel müssen verlegt werden. Den Startschuss zum geförderten Internet-Ausbau gab Wirtschaftsminister Jörg Steinbach in Drebkau.

„Mit dem ersten Spatenstich im Projektgebiet Drebkau startet der geförderte Breitbandausbau im Landkreis Spree-Neiße. Damit beginnt die Versorgung mit dem zukünftigen Standard ‚Glasfaser bis zum Haus‘. Insgesamt wird dafür im Land Brandenburg bis 2025 voraussichtlich rund eine Milliarde Euro investiert“, erklärte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach. Der Minister weiter: „Ich freue mich über diesen wichtigen Meilenstein zum Breitbandausbau, in den der Bund und das Land Brandenburg im Landkreis Spree-Neiße rund 85 Millionen Euro investieren. Davon fließen allein knapp zehn Millionen Euro nach Drebkau. Die Förderung trägt wesentlich dazu bei, dass in den kommenden Jahren mehr als 6.500 private Haushalte sowie 560 Unternehmen in bisher unterversorgten Gebieten mit gigabitfähigen Netzen versorgt werden können. Dazu gehören erfreulicherweise auch rund 40 Schulen.“ 

Flächendeckende digitale Infrastruktur sei heute wichtiger denn je für ein lebendiges Leben in ländlich geprägten Räumen, sagte Minister Steinbach. „Gerade in der Pandemiezeit war und ist der Bedarf an schnellem Breitband überall zu spüren. Nur mit ausreichenden Bandbreiten sind Arbeiten im Homeoffice möglich, sind Videokonferenzen sinnvoll durchführbar.“ Eine funktionierende und schnelle digitale Anbindung sei zudem oftmals ausschlaggebend für die Wahl eines Standortes – insbesondere für die Wirtschaft. 

Am aktuellen Ausschreibungsverfahren hatten sich alle 14 brandenburgischen Landkreise und die kreisfreien Städte Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel beteiligt. Nach derzeitigem Planungsstand sollen die Ausbaumaßnahmen bis 2024/2025 abgeschlossen sein. Ein erstes Breitbandprogramm hatte das Land Brandenburg bereits 2012 – vor den meisten anderen Bundesländern – ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem Bund fördert das Land Brandenburg derzeit 37 Ausbauprojekte zur Glasfasererschließung. Bisher wurden dafür seitens des Landes mehr als 310 Millionen Euro bewilligt. 

Breitbandausbau in Dahme-Spreewald geht voran

Immer mehr Unternehmen profitieren im Zeitalter der Digitalisierung von schnellem Internet. Auch in Südbrandenburg, welches sich direkt im Strukturwandel befindet, ist der Breitbandausbau in vollem Gange.

Rund 220 Unternehmen und 4.500 Haushalten stehen seit Ende des Jahres die schnelleren Bandbreiten zur Verfügung. Dabei erfolgte der Ausbau überwiegend über das so genannte „Fibre-to-the-Curb“-Verfahren und somit sind jetzt Geschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload möglich.

„Eine gute Breitbandversorgung stellt die Grundvoraussetzung unserer heutigen Informationsgesellschaft dar. Insbesondere in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling zeigt sich, wie unerlässlich ein zielgerichteter Breitbandausbau für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sowie für die Unternehmen ist.“ freut sich Landrat Stephan Loge über das bisher Erreichte.

Wer wissen möchte ob er im Ausbaugebiet wohnt, der Ausbau dort bereits abgeschlossen und die höhere Bandbreite bereits buchbar ist, kann sich auf der Homepage des Landkreises unter www.dahme-spreewald.info und der Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald unter www.wfg-lds.de darüber informieren. Um die höheren Bandbreiten dann auch nutzen zu können, müssen die Endkunden ihre Telekommunikationsverträge allerdings noch individuell anpassen.

Wegen kleinerer Verzögerungen, unter anderem durch die Einschränkungen der Pandemie konnten die Ausbauarbeiten noch nicht abgeschlossen werden, dies wird aber in Kürze der Fall sein.

Mit neuem Förderprogramm „graue Flecken“ beseitigen

Für die sogenannten „grauen Flecken“, das sind Gebiete, in denen nur 50 bis 100 Mbit/s zur Verfügung stehen, hat der Landkreis bereits eine Lösung im Auge. Denn noch in diesem Jahr soll es ein neues Förderprogramm des Bundes geben.

„Wir werden die Anschlussfinanzierung aktiv angehen. Die dazu notwendigen Eigenmittel haben wir bereits in den Haushalt eingestellt“, sagt Stefan Klein, Wirtschafts- und Finanzdezernent des Landkreises Dahme-Spreewald

Im Frühjahr 2015, mit der Beauftragung einer Machbarkeitsstudie, stellte der Kreistag des Landkreises bereits die Weichen für eine erfolgreiche Digitalisierung der Region und konnte damit die ersten Fördermittel aquirieren. Seither werden mehr als 17,1 Mio. Euro in den kreisweiten Ausbau der digitalen Netzinfrastruktur investiert, um mindestens 95 Prozent aller Haushalte mit Datenübertragungsraten von mindestens 50 MBit/s zu versorgen. 

Ansprechpartner

Jens Krause
Generalmanager
Kompetenzfeld: Zukunft gestalten
Schwerpunktthema: Mobilität und Infrastruktur
t: 0355 365 1100
f: 0355 36526 1100
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