Brandenburger Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum geht mit 3,9 Millionen Euro in die Verlängerung

Ohne Digitalsierung geht bei Stylework Cottbus nichts
© Foto: Andreas Franke
Ohne Digitalsierung geht bei Stylework Cottbus nichts

Unternehmen profitieren weiter von kostenfreien Unterstützungsangeboten bei der Digitalisierung ihrer Arbeitsprozesse 

Starkes Zeichen für die Brandenburger Wirtschaft: Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus mit seinen Partnern in Wildau, Eberswalde und Frankfurt (Oder) hat vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Fortführung bewilligt bekommen. Das Projekt wird bis zum 31. Oktober 2022 mit rund 3,9 Millionen Euro gefördert. Die weitere Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Arbeitsprozesse ist damit gesichert. 

„Die Verlängerung des Projekts ist eine Bestätigung unserer Arbeit. Das uns vom Bundeswirtschaftsministerium entgegengebrachte Vertrauen nehmen wir als Motivation, die bestehenden Angebote für die Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen weiter auszubauen und sie fit für die Zukunft zu machen“, sagt Grit Rehe, Leiterin des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums mit Sitz an der BTU Cottbus-Senftenberg.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum begleitet Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungen. Praxisnahes Expertenwissen in Kombination mit vielfältigen Anwendungsbeispielen und Lösungsansätzen werden in Informations- und Qualifizierungsveranstaltungen anschaulich vermittelt. Bisher haben rund 2100 Unternehmen an Workshops, Weiterbildungen, Open Lab Days und Demonstrator-Vorführungen teilgenommen. Im Fokus des kostenfreien Service stehen die Themen Automatisierungstechnik, digitale Assistenzsysteme, Digitalisierung in Logistik und Produktion, Wertschöpfungsketten und Sozialpartner sowie IT-Sicherheit. Neu hinzu kommen die Bereiche Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit sowie eine landesweite Roadshow.

„Für die Brandenburger Unternehmen ist das 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus ein wichtiger Partner bei der Transformation ihrer Geschäftsprozesse. Mit digitalen Technologien werden Marktpositionen gestärkt und neue Geschäftsfelder erschlossen. Wir freuen uns auf die weitere gemeinsame Zusammenarbeit und machen uns für eine noch wirksamere Außenwahrnehmung des Zentrums stark“, sagt Marcus Tolle, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Brandenburger IHKs.

Stimmen der Standorte:

Aufzeichnung der Online-Pressekonferenz 

Grit Rehe, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU): „Wir freuen uns, dass wir den Unternehmen in Südbrandenburg auch weiterhin rund um die Themen Künstliche Intelligenz, Robotik oder digitale Assistenzsysteme unterstützend zur Seite stehen können. Zukünftig wird das Team der BTU Cottbus-Senftenberg auch im Dock3 Lausitz im Industriepark Schwarze Pumpe eine Anlaufstelle mit einer kleinen Auswahl an Demonstratoren bieten können. Wir freuen uns auf neugierige Besucher.“ 

Prof. Dr. Klaus Dreiner, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE): „Für Nord-Ost-Brandenburger Unternehmen ist die Projektverlängerung ein Gewinn: Das Eberswalder Team kann die vielen KMU nun weitere zwei Jahre unterstützen – Ideen und Anfragen rund um die Themen Arbeit 4.0 und Nachhaltigkeit in der Digitalisierung gibt es genug und der Bedarf ist groß.“

Prof. Dr.-Ing. Jörg Reiff-Stephan, Technische Hochschule Wildau: „Wir freuen uns, den Wünschen der Brandenburger Unternehmen nachkommen zu können. Im Rahmen der Verlängerung können wir nun auch die Digitalisierung und das Thema Künstliche Intelligenz mittels einer Roadshow vom niederschwelligen bis zur komplexen Themenstellung unabhängig unserer Standorte praxisnah präsentieren. Hier heißt es dann in Zukunft: ausprobieren, testen und inspirieren lassen.“ 

Prof. Peter Langendörfer, Institut für innovative Mikroelektronik Frankfurt (Oder):  „IT-Sicherheitsvorfälle und Gefährdungslagen können insbesondere für KMU ein mitunter existentielles Risiko darstellen –bedarfsgerechte und wirksame IT-Sicherheitskonzepte und  -strukturen sind dementsprechend essentiell. Die Arbeit und Angebote des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums Cottbus und des IHP leisten einen wichtigen Beitrag, die Brandenburger KMU diesbezüglich zu sensibilisieren und zu schulen. Die Fortsetzung dieser Arbeit ist angesichts der Digitalisierung aller Wirtschaftsbereiche wichtiger denn je.“

Was wurde bisher erreicht?

In den vergangenen drei Jahren hat das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus rund 2100 Brandenburger Unternehmen unterstützt. Dabei wurden u.a. 196 Workshops mit 1300 Firmen und 2085 Teilnehmer*innen durchgeführt. Des Weiteren gab es 30 Informationsveranstaltungen mit 582 Unternehmen und 912 Teilnehmer*innen, 17 Open Lab Days mit über 400 Unternehmen, 38 Demonstrator-Vorführungen mit 158 Firmen sowie 14 innovative Umsetzungsprojekte.

Was ist Mittelstand-Digital?

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus ist Bestandteil der bundesweiten Förderinitiative „Mittelstand-Digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Das Kompetenzzentrum besteht aus den Konsortialpartnern BTU Cottbus - Senftenberg, Technische Hochschule Wildau, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, LeibnizInstitut für innovative Mikroelektronik Frankfurt (Oder) und IHK Cottbus. 

Weitere Informationen im Internet unter: www.mittelstand-digital.de 

Ansprechpartner

Kompetenzfeld: Zukunft gestalten
Schwerpunktthema: Kommunikation, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus
t: 0355 365 1501
f: 0355 36526 1501
lars.hartfelder@cottbus.ihk.de
Kompetenzfeld: Zukunft gestalten
Schwerpunktthema: Kommunikation, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus
t: 0355 365 1502
f: 0355 36536 1502
donald.saischowa@cottbus.ihk.de