IHK ehrt Spitzenazubis

Unter anderem sorgte die Live-Band "Geschwisterherz" für ein Abwechslungsreiches Programm.
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Unter anderem sorgte die Live-Band "Geschwisterherz" für ein Abwechslungsreiches Programm.

18.11.2021 | 34 Auszubildende des Abschlussjahres 2020/2021 aus 26 Berufen haben ihre Ausbildung mit der Note „sehr gut“ bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus abgeschlossen und gleichzeitig die höchste Punktzahl in ihrem Beruf erreicht. Darunter sind auch zwei Bundesbeste in ihrem Beruf aus dem Spree-Neiße-Kreis, die in Cottbuser Betrieben gelernt haben. Bei der heute stattgefundenen traditionellen Bestenehrung im Radisson Blu Cottbus wurden sie von IHK-Präsident Jens Warnken öffentlich  ausgezeichnet.

siehe Live-Mitschnitt auf Youtube

„Leidenschaft, Motivation und Fleiß führen zum Erfolg. Die heute ausgezeichneten Jungfachkräfte haben sich auch von erschwerten Pandemie-Bedingungen beim Lernen und in der Prüfungsvorbereitung nicht entmutigen lassen. Ihre Spitzenleistungen zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt. Die Region kann sehr stolz auf diese bestens ausgebildeten Nachwuchskräfte sein“, würdigte Jens Warnken und wünschte ihnen für ihre Zukunft alles Gute.

Zugleich dankte er den Berufsschullehrern und Ausbildungsbetrieben für die Qualität und passgenaue Ausrichtung der Ausbildung an die Anforderungen des Berufsalltags.

„Auszubilden und Schüler frühzeitig fürs Unternehmen zu interessieren, sind die wichtigsten Maßnahmen um Fachkräfte zu gewinnen. Viele unserer 1053 aktiven Ausbildungsbetriebe haben das verstanden. Sie sind verlässlicher Partner für die Gestaltung von Zukunftsperspektiven in der Region“, ergänzte Warnken.

Große Anerkennung sprach er auch den 750 ehrenamtlichen IHK-Prüfern aus, die mit ihrem Engagement die rund 4000 Ausbildungsprüfungen jährlich absichern. 

Geprüft wurden insgesamt 1640 Auszubildende in 140 IHK-Berufen in den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen im Bezirk der IHK Cottbus. Die Jahrgangsbesten haben in ihrem Beruf am besten abgeschlossen und mindestens 92 Punkte (d. h. Note 1) erreicht. 

 

Bundesbester Verfahrensmechaniker ist „ein großer Zugewinn“

Andreas Hanschke aus Peitz ist zudem auch als bundesbester Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie – Fachrichtung Transportbeton von der IHK Cottbus ausgezeichnet geworden. Seinen Top-Abschluss hat der junge Mann auch den guten Ausbildungsmöglichkeiten bei der Heidelberger Beton GmbH in Cottbus zu verdanken.

„Die von Corona geprägte Ausbildungszeit war für uns nicht einfach und mit erheblichem Mehraufwand verbunden. Da über längere Zeit keine Berufsschule stattfand, mussten wir teilweise improvisieren und theoretisches Wissen in der Praxisausbildung vermitteln. Letztlich haben sich alle unsere Bemühungen gelohnt“, berichtet Betriebsleiter Torsten-Frank Noack.

Das Unternehmen freut sich über die Spitzenleistungen des Jungfacharbeiters und verschaffte ihm mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag einen nahtlosen Übergang in den Job. Mittlerweile habe sich Andreas Hanschke in fast alle Bereiche an den Standorten in Cottbus, Schwarze Pumpe und Hoyerswerda sehr gut eingearbeitet und integriert.

„Aufgrund seiner schnellen Auffassungsgabe und Anwendung von Fachwissen arbeitet er jetzt schon nahezu selbständig. Andreas Hanschke ist für uns ein großer Zugewinn“, betont Noack.

Zugleich bedauert er, dass die Nachbesetzung des Ausbildungsplatzes für diesen Beruf in diesem Jahr erfolglos blieb.

Bundesbester Anlagenmechaniker verfolgt klares Ziel

Weniger Nachwuchssorgen hat die LWG Lausitzer Wasser GmbH und Co. KG aus Cottbus, die jährlich zwischen 18 und 22 Nachwuchsfachkräfte ausbildet. Als exzellenter Ausbildungsbetrieb, der beim Azubimarketing vor allem auf persönliche Kontakte über Ausbildungsmessen oder ein Schülerpraktikum setzt, hat sich das Unternehmen längst etabliert und bei den jungen Leuten rumgesprochen. Wiederholt kann sich die LWG über einen Bundesbesten freuen.

Jonas Kunze aus Drebkau hat sich deutschlandweit als bester Anlagenmechaniker behauptet. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Sie ist eine Belohnung für die damit verbundenen Bemühungen – auch meiner Ausbilder. Ich denke nicht, dass ich ohne ihren engagierten Einsatz diese Leistung hätte abrufen können“, macht Jonas Kunze deutlich.

Offen gibt er zu, dass er in der Schule in einigen Fächern eher durchschnittliche Leistungen erzielt habe. Erst in seiner Ausbildung habe er sich richtig für einen Bereich begeistern und seine Stärken einbringen können. Das habe ihn bestätigt und stets zum Lernen motiviert. Kein Wunder also, dass er seine Weiterbildung zum Industriemeister in der Fachrichtung Metall bereits bei der LWG gestartet hat.

„Im Anschluss wäre noch eine Qualifikation zum Geprüften Technischen Betriebswirt denkbar, aber das ist noch Zukunftsmusik für mich“, sagt Jonas Kunze.

LWG trumpft mit kontinuierlichen Erfolgen in der Lehrausbildung

Dieser eingeschlagene Weg offenbart die Zielstrebigkeit des jungen Mannes.

„Jonas stellt sehr hohe Ansprüche an sich selbst, ist stets bemüht, maximale Ergebnisse zu erzielen und dies bereits seit Tag 1 seiner Berufsausbildung. Dazu kommen Hilfsbereitschaft, sehr korrektes Auftreten und freundschaftliche Unterstützung für andere Auszubildende, um nur die bemerkenswertesten Eigenschaften zu nennen“, so die lobenden Worte von Jens Meier-Klodt, Kaufmännischer Geschäftsführer der LWG.

Vor allem in der Jugend- und Auszubildendenvertretung und bei den Einsätzen als Ausbildungsbotschafter der IHK an den Schulen zeigte Jonas Kunze großes Engagement, das seine vielseitige Ausbildung noch bereicherte. Grundlagen für die kontinuierlichen Erfolge in der Lehrausbildung sieht das Unternehmen im engen Miteinander der Azubis, den sehr guten Ausbildungsbedingungen und in der intensiven Unterstützung durch die Ausbilder und Mitarbeiter in den Abteilungen.

„Wir sind der Meinung: Wer sich bei der Ausbildung wohl fühlt, bringt auch gute Leistungen“, sagt der LWG-Geschäftsführer.

Mit Sicherheit wird das für Jonas Kunze auch für seinen jetzigen Job gelten. Dort angekommen schätzt er neben dem technischen Bereich vor allem die Möglichkeit zur selbstständigen Zeiteinteilung und die Arbeit in der freien Natur.

„Ich fahre gern zur Arbeit. Jeder Tag ist anders - das macht den Beruf so vielseitig“, betont der frisch gebackene Anlagenmechaniker. 

 

Das sind die Besten Südbrandenburgs

Azubis aus Oberspreewald-Lausitz
Paul Bäde, Kraftfahrzeugmechatroniker - Bundeswehr-Dienstleistungszentrum, Doberlug-Kirchhain
Tobias Schäfer, Industriekaufmann - ISS Energy Services GmbH, Lübbenau/Spreewald
Anette von Dossow, Industriekauffrau - IBB Institut für Berufliche Bildung AG, Cottbus
Maximilian Höhne, Tiefbaufacharbeiter - STRABAG AG, Seddiner See
Jeremy Vogt, Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, FR Halbzeuge - EEB Kabeltechnik GmbH, Forst (Lausitz)

Azubis aus Cottbus
Nico Fahrentz, Fachkraft im Fachbetrieb - Cottbusverkehr GmbH, Cottbus
Tom Schwarz, Mechatroniker - Lausitz Energie Bergbau AG - Personalservice, P-MPS, Cottbus
Max Wrobel, Fachpraktiker im Verkauf - Kathrin Scholz e.K., Cottbus
Maik Rambach, Verkäufer - SBH Nord GmbH, Cottbus
Lucas Wache, Fachpraktiker im Lagerbereich - SRH Berufsbildungswerk Sachsen GmbH, Cottbus
Maria Weiß, Immobilienkauffrau - Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH, Cottbus
Hanna Buchmann, Industriekauffrau - Lausitz Energie Kraftwerke AG - Personalservice, P-MPS, Cottbus
Justin Gründl, Fachpraktiker für Holzverarbeitung - Gemeinnütziger Berufsbildungsverein Guben (GBV Guben) e. V., Guben
Fabian Reinbach, Fachkraft für Metalltechnik, FR Konstruktionstechnik - Gemeinnütziger Berufsbildungsverein Guben (GBV Guben) e. V., Guben
Hannes Heyde, Industrieelektriker, FR Betriebstechnik - Gemeinnütziger Berufsbildungsverein Guben (GBV Guben) e. V., Guben

Azubis aus Spree-Neiße (Kursiv die Bundesbesten)
Jonas Kunze, Anlagenmechaniker - LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG, Cottbus
Andreas Hanschke, Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie, FR Transportbeton - Heidelberger Beton GmbH, Cottbus
Bruno Ramm, Chemielaborant - Trevira GmbH, Guben

Azubis aus Elbe-Elster
Tobias-Paul Drillisch, Elektroniker für Betriebstechnik - Stadtwerke Finsterwalde GmbH, Finsterwalde
Andre Schwarze, Kaufmann im Einzelhandel - Marco Schaal, Finsterwalde
William Schneider, Kraftfahrzeugmechatroniker - Bundeswehr-Dienstleistungszentrum, Doberlug-Kirchhain
Juliane Gruhne, Kauffrau für Büromanagement - WBS Training AG, Bad Liebenwerda
Tobias Drews, Metallbearbeiter - DAA Deutsche Angestellten Akademie GmbH, Finsterwalde
Richard Ludwig, Elektroniker füer Automatisierungstechnik - BASF Schwarzheide GmbH - ESS/FHF Fachkräftesicherung, Schwarzheide

Azubis aus Dahme-Spreewald
Lisa-Marie Kästner, Kauffrau im Einzelhandel - Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co.KG, Schönefeld
Alina Strauß, Luftverkehrskauffrau - Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld
Thomas Krüger, Industriemechaniker - SMB Wildau GmbH, Wildau

Azubis außerhalb des Kammerbezirks
Julia Adamowicz, Veranstaltungskauffrau - Hotel "Zur Bleiche" - Heinrich-Michael Clausing e.K., Burg (Spreewald)
Christian Imm, Kraftfahrzeugmechatroniker - Bundeswehr-Dienstleistungszentrum, Doberlug-Kirchhain
Tim Kloß, Konstruktionsmechaniker - Züblin Stahlbau GmbH, Hosena
Aaron Haschke, Chemikant - BASF Schwarzheide GmbH - ESS/FHF Fachkräftesicherung, Schwarzheide
Steven Illmann, Elektroniker für Informations- und Systemtechnik - Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld
Pauline Riedel, Kauffrau für Büromanagement - ALDI GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Mittenwalde
Amon Sagert, Industriemechaniker - ANECOM AeroTest GmbH, Wildau

William Schneider und Christian Imm, Beste Kraftfahrzeugmechaniker der Bundeswehr

 

Pauline Riedel, Kauffrau für Büromanagement, ALDI GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Mittenwalde 

„Dieses Gefühl sofort integriert zu sein im Team, hat mir sehr gut in der Ausbildung gefallen. Ich war nicht nur eine Auszubildende, sondern Mitarbeiterin mit festen Aufgaben. Mir wurde schnell Vertrauen entgegengebracht. Die Vielschichtigkeit der Tätigkeiten und dass an einem Arbeitsplatz gefühlt täglich etwas Neues reinkommt, haben mir gut gefallen. Das war wirklich sehr spannend. Angetrieben haben mich mein eigener Ehrgeiz und der Anspruch an mich selbst, dass was man angefangen hat auch durchzuziehen und gut abzuschließen. Ich habe aber nicht erwartet, dass der Abschluss so gut wird. Ich wurde von meinem Betrieb unbefristet übernommen und bin auf dem Arbeitsplatz geblieben, wo ich am Ende meiner Ausbildung war. Ich denke aber auch schon darüber nach, eine Weiterbildung im nächsten Jahr zu starten, den Wirtschaftsfachwirt habe ich erstmal im Blick und dann werde ich ja sehen, was danach noch geht.“

Lucas Wache, Fachpraktiker/-in im Lagerbereich, SRH Berufsbildungswerk Sachsen GmbH

"Ich bin während meiner zweijährigen überbetrieblichen Grundausbildung an vielen Stellen über mich hinausgewachsen und um einiges offener geworden. Auch einen Staplerschein konnte ich machen, das hat wirklich Spaß gemacht. Sowas könnte ich mir für die  Zukunft auch vorstellen. Nun geht es weiter mit einer Ausbildung zum Fachlagerist, den ich ebenfalls in der SRH Berufsbildungswerk Sachsen GmbH erlerne. In diesem Beruf im Angestelltenverhältnis zu arbeiten, ist mein Ziel.“ 

Justin Gründl, Fachpraktiker für Holzverarbeitung, Gemeinnütziger Berufsbildungsverein Guben (GBV Guben) e. V.

"In meiner Ausbildung kam es auf handwerkliches Geschick an. Als Fachpraktiker für Holzverarbeitung lernte ich bei der GBV Guben den richtigen Umgang mit dem Werkstoff Holz. Hier wurde sehr viel Wert darauf gelegt, mit der Hand das Werkstück zu bearbeiten, bevor es für uns an die größeren Maschinen ging. Denn was man mit der Hand nicht kann, das kann man auch nicht mit der Maschine. Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man seinen eigenen Tisch fertigen kann“, sagt Justin Gründl stolz, der jetzt eine Ausbildung zum Dachdecker beginnt." 

Alina Strauß, Luftverkehrskauffrau, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld 

„Ich war ja auf einem Wirtschaftsgymnasium und konnte in der Ausbildung thematisch gut anknüpfen. Wirtschaft interessiert mich und das mit dem Luftverkehr und dem Flughafenbetrieb ist super spannend, so dass das Lernen nicht schwer fiel. Durch Corona hat es sich auch ergeben, dass ich unbefristet übernommen wurde und im Servicebereich am BER tätig bin. Ich würde gerne noch in Richtung Luftverkehr und Wirtschaft studieren. Natürlich kann man sich auch innerhalb der Firma weiter qualifizieren. Ich denke, da habe ich ganz gute Perspektiven für mich in der Region zu bleiben und mich gleichzeitig weiterzuentwickeln.“

 

Ansprechpartner

Regina Altmann
stellv. Hauptgeschäftsführerin
Managerin Kompetenzfeld: Recht sichern
Kompetenzfeld: Mitglieder betreuen
Schwerpunktthema: Ausbildung
t: 0355 365 1250
f: 0355 36526 1250
regina.altmann@cottbus.ihk.de
Katrin Nicolaus
Regionalcenter Oberspreewald-Lausitz
Kompetenzfeld: Mitglieder betreuen
Schwerpunktthema: Ausbildung
t: 0355 365 3203
katrin.nicolaus@cottbus.ihk.de
Janett Reichelt
Regionalcenter Elbe-Elster
Kompetenzfeld: Mitglieder betreuen
Schwerpunktthema: Ausbildung
t: 0355 365 3303
f: 0355 36526 3303
janett.reichelt@cottbus.ihk.de
Jeannette Halbhuber
Regionalcenter Dahme-Spreewald
Kompetenzfeld: Mitglieder betreuen
Schwerpunktthema: Ausbildung
t: 0355 365 3103
f: 0355 36526 3103
jeannette.halbhuber@cottbus.ihk.de
Nico Neidenberger
Regionalcenter Cottbus / Spree-Neiße
Kompetenzfeld: Mitglieder betreuen
Schwerpunktthema: Ausbildung
t: 0355 365 3410
f: 0355 36526 3410
nico.neidenberger@cottbus.ihk.de