IHK-Außenwirtschaftsausschüsse begrüßen Neuausrichtung der Brandenburger Außenwirtschaftsförderung

Ausschussmitglieder melden sich zu Wort
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Ausschussmitglieder melden sich zu Wort

Am 8. Oktober fand im Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Wildau eine gemeinsame Sitzung der Brandenburger IHK-Fachausschüsse Außenwirtschaft statt. Kernthema der Sitzung war die Neuausrichtung der Brandenburger Außenwirtschaftsförderung des Landes. Circa 40 Teilnehmer aus Wirtschaft und wirtschaftlicher Interessenvertretung diskutierten im Rahmen einer Videokonferenz mit den zuständigen Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg die Eckpunkte der neuen Förderrichtlinie zur Markterschließung für KMU. Diese soll Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten und die bisherige Förderrichtlinie Markterschließung im Ausland und Messen (M2) ablösen.

Die Industrie- und Handelskammern Cottbus, Ostbrandenburg und Potsdam hatten sich in enger Abstimmung mit den Fachausschüssen Außenwirtschaft in den letzten beiden Jahren sehr umfassend zur anstehenden Überarbeitung der Richtlinie auseinandergesetzt und sich dem Land gegenüber positioniert. Gefordert wurde eine zeitgemäße, unbürokratische und vor allem flexible Unterstützung der Brandenburger Exportwirtschaft. Diese ist vor allem jetzt auf Grund der negativen gesamtwirtschaftlichen und globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie wichtiger und dringlicher denn je.

"Die hiesige Wirtschaft wird nach der Krise besonders auf innovative Außenwirtschaftsinstrumente angewiesen sein, um weggebrochene Umsätze durch neue Aktivitäten auf den Weltmärkten kompensieren zu können. Das Land kann hier mit einer wettbewerbsfähigen Förderung maßgeblich unterstützen, sagt die  u. a. für Internationales zuständige Kompetenzfeldmanagerin Silke Schwabe. "Im Ergebnis bildet sich nunmehr eine Unterstützung ab, die den Forderungen der Brandenburger IHKs und den in der Außenwirtschaft aktiven Unternehmen weitestgehend Rechnung trägt."

„Besonders hervorhebenswert ist die Förderfähigkeit von virtuellen Formaten“, sagt der Vorsitzende des IHK-Außenwirtschaftsausschusses Thomas Brünig. „Diese Möglichkeit besteht bereits jetzt schon im Rahmen der noch aktuellen Richtlinie. Hier wurden schnell und unbürokratisch Anpassungen vorgenommen, um auf die Anforderungen der aktuellen Corona-Pandemie zu reagieren, die eine starke Nutzung digitaler und virtueller Formate, wie z. B. die Teilnahme an digitalen Messen, notwendig macht.“

 

Im Vordergrund der Richtlinienüberarbeitung standen neben einer stärkeren Entbürokratisierung die Einführung einer Starterförderung mit attraktiven Förderquoten speziell für Start-up und Unternehmen, die sich erstmalig auf internationalen Märkten positionieren wollen. Zusätzlich wurde die Erweiterung von  Fördertatbeständen gefordert, die über das klassische Messeformat hinausgehen und auf die zusätzliche finanzielle Unterstützung zur Teilnahme an Kongressen, Symposien und Pitchings zielen. Auch soll die neue Richtlinie eine über die bisherige Unterstützung hinausgehende individuelle und bedarfsgerechte Förderung durch externe Coaches mit attraktiven Fördersätzen erlauben. Starre Festlegungen in der Vergangenheit, wie z. B. die Bindung der Förderung am AUMA-Messekatalog sollen aufgelöst werden.

IHK-Außenwirtschaftsausschuss

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